Kreditportfolio für Wohnungsbau wächst moderat
Das Kreditportfolio für die Projektfinanzierung im Wohnungsbau ist im ersten Quartal 2026 um 0,6 Prozent gewachsen. Die Zentralbank Russlands (CBR) verzeichnete eine Verlangsamung des Wachstums und eine stabile Qualität der Kredite.
Verlangsamtes Wachstum trotz neuer Projekte
Im ersten Quartal 2026 reichten Bauträger Projektdeklarationen für 10,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche ein, ein Anstieg um 2,6 Millionen Quadratmeter gegenüber dem ersten Quartal 2025.
Trotz dieser Zunahme wurden nur 8,1 Millionen Quadratmeter in den Verkauf gebracht – das geringste Volumen seit drei Jahren.
Dies deutet darauf hin, dass der Baubeginn nicht bei allen neuen Projekten erfolgt ist, möglicherweise aufgrund der erwarteten Kürzung der staatlichen Unterstützung für Familienhypotheken.
Nach umfangreichen Fertigstellungen Ende 2025 setzte sich das Wachstum der im Bau befindlichen Objekte mit Treuhandkonten fort und erreichte 117,3 Millionen Quadratmeter, ein Plus von 2,4 Millionen Quadratmetern im ersten Quartal 2026.
Die unverkauften Flächen in allen Projekten mit offenem Verkauf blieben mit 52,7 Millionen Quadratmetern nahezu unverändert, beeinflusst durch starke Verkäufe im Januar vor der Verschärfung der Hypothekenbedingungen und einem verlangsamten Markteintritt neuer Objekte.
Treuhandkonten und Kreditqualität stabil
Das Gesamtvolumen der Kreditlimite stieg im ersten Quartal 2026 um 1,5 Prozent auf 23,1 Billionen Rubel, was ein geringeres Wachstum als im Vorquartal darstellt.
Dies ist hauptsächlich auf die Inbetriebnahme von Objekten und entsprechende Schuldentilgungen zurückzuführen.
Die Auszahlungen im Rahmen genehmigter Limite sanken deutlich auf 1,3 Billionen Rubel, beeinflusst durch Feiertage und vorsichtigere Ansätze von Bauträgern und Banken.
Das Portfolio der Projektfinanzierung erreichte zum 1. April 2026 ein Volumen von 10,3 Billionen Rubel, mit einem Wachstum von nur 0,6 Prozent im ersten Quartal 2026.
Die Qualität des Portfolios bleibt hoch; Kredite der Kategorien IV-V machen lediglich 128 Milliarden Rubel aus, was etwas mehr als 1 Prozent des Gesamtportfolios entspricht.
Die durchschnittliche gewichtete Rate für Projektfinanzierungen sank erstmals seit Januar 2025 unter 10 Prozent auf 9,95 Prozent, bleibt aber deutlich unter den durchschnittlichen Unternehmenskreditzinsen.
Vorsichtige Konsolidierung am Horizont
Die aktuellen Daten spiegeln eine Phase der Konsolidierung und erhöhten Vorsicht wider, die durch die Anpassung staatlicher Förderprogramme und die allgemeinen Marktbedingungen geprägt ist.
Während das Wachstum des Kreditportfolios sich verlangsamt, bleibt die Qualität der Kredite stabil, was auf eine umsichtige Risikobewertung der Banken hindeutet.
Für den Wohnungsmarkt bedeutet dies eine potenzielle Verknappung des Angebots, da Bauträger neue Projekte zurückhaltender starten, was langfristig Preisdruck erzeugen könnte.