Zabotkin peilt neutralen Leitzins von 7,5 Prozent erst 2029 an
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Zabotkin peilt neutralen Leitzins von 7,5 Prozent erst 2029 an

Die russische Zentralbank hält an ihrem Inflationsziel von vier Prozent fest, erwartet die Rückkehr zu neutralen Zinsen von 7,5 bis 8,5 Prozent jedoch erst 2029. Vize-Gouverneur Alexey Zabotkin stellte am 31. August den Entwurf der geldpolitischen Leitlinien für 2027 bis 2029 vor.

Langer Weg zum neutralen Zinsniveau

Im Basisszenario der Notenbank liegt der durchschnittliche Leitzins für das verbleibende Jahr 2026 bei 13,7 bis 14,0 Prozent und sinkt 2027 auf 10,5 bis 12,5 Prozent.

Die Rückkehr zur neutralen Zinsspanne von 7,5 bis 8,5 Prozent ist erst für 2029 vorgesehen.

Das Wirtschaftswachstum für 2026 wurde um 0,5 Prozentpunkte auf 0 bis 1,0 Prozent nach unten korrigiert.

Für die Folgejahre rechnet die Zentralbank mit 1,5 bis 2,5 Prozent BIP-Plus.

Zabotkin betonte, dass angebotsseitige Schocks in der Ölverarbeitung und Logistik den Preisdruck seit Juni 2026 wieder verstärkt haben.

Die Zentralbank werde die Zweitrundeneffekte dieser Kapazitätsverluste mit straffer Geldpolitik eindämmen.

Fiskalischer Druck und Schock-Szenarien

Verzögert sich die fiskalische Konsolidierung, drohen im proinflationären Szenario für 2027 und 2028 um bis zu 3,0 Prozentpunkte höhere Zinsen als im Basispfad.

Zabotkin verteidigte den flexiblen Wechselkurs sowie die Fiskalregel als unverzichtbare Puffer gegen externe Rohstoffschocks.

„Die Aussetzung von Operationen des Wohlstandsfonds hat die Währungsvolatilität verstärkt“, erklärte Zabotkin.

Die Fiskalregel bleibe der entscheidende automatische Stabilisator gegen Ölpreisschwankungen.

Gefangen in der Hochzins-Realität

Die Leitlinien offenbaren die Grenzen der russischen Geldpolitik im anhaltenden Krisenumfeld.

Trotz restriktiver Zinsen treiben staatliche Ausgaben und strukturelle Angebotsschocks die Teuerung weiter an.

Der angestrebte Zinspfad bis 2029 wirkt ambitioniert und lässt kaum Spielraum für weitere wirtschaftliche Rückschläge.

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