Anleihenanteil in Anlagekonten klettert auf 48 Prozent
CBR Press

Anleihenanteil in Anlagekonten klettert auf 48 Prozent

Private Anleger in Russland zahlten im zweiten Quartal 2026 insgesamt 73 Milliarden Rubel in individuelle Anlagekonten ein. Der Anleihenanteil in den Portfolios stieg damit auf den Rekordwert von 48 Prozent, während das Gesamtvermögen 993 Milliarden Rubel erreichte.

Staatsanleihen dominieren die Depots

Im zweiten Quartal 2026 verzeichneten individuelle Anlagekonten (IIA) einen Mittelzufluss von 73 Milliarden Rubel.

Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das Hauptinteresse der Investoren galt russischen Staatsanleihen (OFZ) sowie Papieren hochgerateter inländischer Emittenten.

Infolgedessen kletterte der Anteil von Schuldverschreibungen an den Portfolios der IIA-Inhaber von 45 Prozent auf 48 Prozent – der höchste Stand seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2016.

Bis zum Ende des Quartals wuchs das in diesen Konten verwaltete Gesamtvermögen auf 993 Milliarden Rubel an.

Wachsendes Interesse und neue Berichtsfrequenz

Zwischen April und Juni eröffneten Anleger 163.000 neue Konten, wodurch sich die Gesamtzahl der IIA auf 6,6 Millionen erhöhte.

Die Zentralbank wird detaillierte Marktstatistiken weiterhin vierteljährlich auf ihrer Website bereitstellen.

Allerdings stellt die Behörde den Veröffentlichungsrhythmus der Spezialpublikation zu den individuellen Anlagekonten um: Der Bericht erscheint künftig nur noch einmal jährlich.

Die nächste reguläre Ausgabe ist nach Ablauf des Jahres 2026 geplant.

Si­cher­heits­stre­ben statt Risikofreude

Die Flucht in Anleihen zeigt das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis privater Anleger im aktuellen Umfeld.

Zwar verdoppeln sich die Zuflüsse im Jahresvergleich, doch das Geld fließt vorwiegend in zinstragende Papiere statt in Aktien.

Für den heimischen Aktienmarkt bedeutet dieser Trend eine spürbare Zurückhaltung der Kleinanleger.