Konsumausgaben steigen in russischen Regionen moderat
Der Konsum in den russischen Makroregionen ist im Juli und August moderat gewachsen. Höhere Autoverkäufe stützten die Nachfrage, während Tourismus und Frachtumschlag rückläufig waren.
Mehr Autokäufe, weniger Tourismus
Die Verbraucheraktivität in den meisten russischen Makroregionen verzeichnete im Juli und August ein moderates Wachstum.
Im Juli stiegen insbesondere die Verkäufe von Personenkraftwagen, Haushaltsgeräten, Möbeln sowie Produkten für Renovierung und Wohnen.
Parallel dazu schwächte sich die Dynamik im Dienstleistungssektor ab: Die Nachfrage nach kommerziellen Dienstleistungen verlangsamte sich, während der Touristenstrom innerhalb Russlands spürbar sank.
Auf der Industrieseite zog die Produktion in mehreren Branchen an.
In den Makroregionen Zentral und Wolga-Wjatka übertraf die Automobilproduktion das Niveau von Anfang 2026.
Zudem meldete Sibirien eine gesteigerte Kohleförderung im Berichtszeitraum.
Frachtumschlag und Förderung im Minus
Neben regionalen Zuwächsen verzeichneten wichtige Infrastruktur- und Rohstoffsektoren Dämpfer.
Die Seehäfen im Fernen Osten, Nordwesten sowie im Süden des Landes meldeten einen geringeren Frachtumschlag.
Im Ural setzte sich der Rückgang der Öl- und Gasförderung im Juli und August unvermindert fort.
Die detaillierten Regionaldaten stammen aus der September-Ausgabe des Berichts der Bank of Russia.
Die Ausgabe widmet sich vertiefend den regionalen Budgets, der Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie dem Dienstleistungssektor.
Zweigeteilt und inflationsanfällig
Der Bericht belegt eine zunehmend zweigeteilte Wirtschaft zwischen Konsum und Export.
Während staatlich gestützte Nachfrage den Binnenmarkt treibt, erodieren Logistik und Rohstoffförderung.
Für die Zentralbank bleibt dieser heterogene Wachstumszyklus ein anhaltender Inflationstreiber.