Leitzins auf 14 Prozent gesenkt
Die Notenbank von Russland senkt den Leitzins auf 14 Prozent. Gouverneurin Elvira Nabiullina begründete die Entscheidung am 24. Juli 2026 mit vorübergehenden Preistreibern und moderateren Nachfragetrends.
Temporäre Preistreiber und angehobene Prognose
Die russische Zentralbank senkt den Leitzins auf 14 Prozent per annum.
Gouverneurin Elvira Nabiullina betonte, dass das beschleunigte Preiswachstum vorübergehend sei, angetrieben vor allem durch den Kraftstoffmarkt und saisonale Preisschwankungen bei Obst und Gemüse.
Der zugrundeliegende Inflationsdruck bewege sich weiterhin im Bereich von 4,0 bis 5,0 Prozent.
Dennoch wurde die Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 6,0 bis 7,0 Prozent angehoben, nachdem der Juli-Preisanstieg bei Benzin zu Zweitrundeneffekten und steigenden Inflationserwartungen geführt hatte.
Langfristig strebt die Notenbank weiterhin die Rückkehr zur Vier-Prozent-Marke im Jahr 2027 an.
Moderat straffe Bedingungen im Aufschwung
Konjunkturell verzeichnete die Wirtschaft im ersten Halbjahr 2026 ein moderates Wachstum nach witterungsbedingten Dämpfern zum Jahresauftakt.
Unternehmensinvestitionen und privater Konsum erholten sich, während hochfrequente Daten auf eine künftig verlangsamte Nachfragedynamik hindeuten.
Die Geldpolitik bleibt nach Einschätzung der Notenbank moderat straff.
Angesichts einer expansiveren Fiskalpolitik und höherer Haushaltsausgaben hob die Zentralbank den erwarteten Zinspfad an, um das Kreditwachstum zu dämpfen und Inflationsrisiken durch Kapazitätsengpässe entgegenzuwirken.