Grundlegender Preisdruck verharrt meist bei 5 bis 6 Prozent
Die Maße der zugrunde liegenden Inflation in Russland lagen im September 2026 überwiegend weiter bei 5 bis 6 Prozent. Das teilte die Bank von Russland (CBR) am 14. Oktober mit; stärker prägte die Nachfrage den Preisdruck.
Warenpreise verlieren teils an Tempo
Nach Schätzungen der CBR blieben die Maße der zugrunde liegenden Inflation im September weitgehend stabil.
Bei einem breiten Spektrum von Waren außerhalb des Nahrungsmittelbereichs verlangsamte sich der Preisanstieg.
Bekleidung, Schuhe und Strickwaren verteuerten sich weniger, als es für September saisonal üblich ist.
Auch bei Kleinwaren, Möbeln und Baumaterialien nahm das Tempo der Preissteigerungen ab.
Elektroartikel verteuerten sich dagegen weiterhin rasch.
Die Nahrungsmittelpreise stiegen mit erhöhtem Tempo, allerdings langsamer als im August.
Bei Dienstleistungen blieb die Preissteigerungsrate auf einem hohen Niveau.
Damit verlief die Preisentwicklung je nach Gütergruppe unterschiedlich.
Nachfrage prägt den anhaltenden Preisdruck
Die zugrunde liegende Inflation war laut CBR stärker von der Nachfrage und weniger von einmaligen Faktoren geprägt.
Die Lage am Kraftstoffmarkt und der Wechselkurs beeinflussten die Preisentwicklung weiterhin, allerdings weniger ausgeprägt.
Die Geldpolitik der CBR zielt darauf, die jährliche Inflation wieder auf das Ziel von 4 Prozent zurückzuführen.
Weitere Angaben veröffentlicht die Zentralbank in ihrer Informations- und Analysepublikation „Inflation in Russland“.
Stabilität ist noch keine Zielerreichung
Weitgehend stabile Maße der zugrunde liegenden Inflation bedeuten noch keine Rückkehr der Jahresinflation zum Ziel von 4 Prozent.
Die CBR beschreibt weiterhin nachfragegeprägten Preisdruck.
Langsamere Warenpreissteigerungen stehen hohen Raten bei Dienstleistungen gegenüber.