Janis Aliapulios leitet neue KI-Abteilung
CNB Press

Janis Aliapulios leitet neue KI-Abteilung

Die tschechische Zentralbank bündelt ihre KI-Aktivitäten ab dem 1. August 2026 in einer neuen Fachabteilung. Janis Aliapulios übernimmt die Leitung des Bereichs im Department für Informationssysteme.

Bündelung verstreuter Kompetenzen

Der Bankrat der Tschechischen Nationalbank hat am 30. Juli 2026 die Errichtung einer eigenständigen KI-Division im Department für Informationssysteme beschlossen.

Ab dem 1. August 2026 führt das neue Team bisher verstreute Aktivitäten zur künstlichen Intelligenz und zum maschinellen Lernen zusammen.

Die Abteilung koordiniert die anwendungsbezogene Implementierung in allen Organisationseinheiten, passt die IT-Architektur an und legt Schwerpunkte fest.

Höchste Standards beim Datenschutz und bei der Datensicherheit stehen dabei im Fokus.

Die Umstrukturierung erfolgt vollständig durch die Umschichtung bestehender interner Ressourcen, ohne dass zusätzliche Stellen im Notenbankhaushalt geschaffen werden.

Vom Journalismus zur Notenbank-Innovation

An der Spitze der neuen Division steht Janis Aliapulios, bisheriger Berater des Bankrats und Leiter des Innovationshubs CNB Lab.

Der Absolvent der Wirtschaftsuniversität Prag begann seine Karriere als Journalist bei Rádio Zet und der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny.

Später wirkte er als Sprecher und Analyst beim tschechischen Finanzrat sowie von 2021 bis 2024 als Kommunikationsberater für Finanz- und Investmentthemen.

Seit Februar 2024 steuert Aliapulios Innovationsprojekte innerhalb der tschechischen Notenbank.

Pragmatisch, aber mit Ungewissheiten

Die Bündelung der KI-Kompetenzen beendet das ineffiziente Nebeneinander isolierter Initiativen in der Notenbank.

Dass die Führung auf neue Stellen verzichtet, zeigt administrative Disziplin.

Ob die reine Umverteilung von Ressourcen für den technologischen Wandel reicht, bleibt abzuwarten.