KI-Einsatz senkt Beschäftigungspfad kleiner Firmen um 11 Prozent
DKNB Studie

KI-Einsatz senkt Be­schäf­ti­gungs­pfad kleiner Firmen um 11 Prozent

Dänische Firmen, die 2023 KI einführten, verzeichneten bis Ende 2025 ein um 11 Prozent geringeres Beschäftigungswachstum als Nicht-Nutzer. Eine Studie der Danmarks Nationalbank belegt, dass dieser Rückgang allein kleinere Betriebe betrifft und primär über Einstellungsstopps erfolgt.

Einstellungsstopp statt Entlassungswelle

Ökonomen der Danmarks Nationalbank analysierten monatliche Registerdaten von über 4.000 dänischen Unternehmen.

Betriebe, die 2023 erstmals generative KI einsetzten, blieben zwei Jahre später um 6 Prozent und bis Ende 2025 um 11 Prozent hinter ihrem vorherigen Beschäftigungstrend zurück.

Der Beschäftigungsrückgang geht ausschließlich auf Betriebe mit weniger als 100 Vollzeitbeschäftigten zurück, die rund 15 Prozent unter ihrem Trend lagen.

Großunternehmen hielten ihren Personalbestand dagegen stabil.

Der Anpassungsmechanismus verläuft fast vollständig über reduzierte Neueinstellungen statt über Entlassungen: Der Bestand an Mitarbeitern mit weniger als zwei Jahren Betriebszugehörigkeit brach um etwa 28 Log-Punkte ein.

Die Löhne blieben davon unberührt.

Junge Akademiker in exponierten Berufen

Der Rückgang trifft vor allem hochqualifizierte Arbeitskräfte.

In Berufen mit hoher theoretischer KI-Exposition sank die Beschäftigung bei Anwendern um 25 Prozent unter den Trend, verglichen mit nur 7 Prozent in nicht exponierten Feldern.

Nach Altersgruppen verzeichneten unter 30-Jährige ein Minus von 20 Prozent.

Makroökonomisch sind die Effekte bisher kaum spürbar, da kleine Vorreiter nur 1,2 Prozent der Gesamtbeschäftigung ausmachen.

Das dänische Flexicurity-Modell federt den Wandel durch hohe Arbeitsmarktdynamik zudem geräuschlos ab.

Trügerische Ruhe vor dem Strukturumbruch

Die Studie liefert seltene Klarheit über die realen Arbeitsmarkteffekte generativer KI.

Dass vor allem Berufseinsteiger über ausbleibende Einstellungen die Last tragen, offenbart eine verdeckte Schieflage.

Zieht die breite Masse der Großkonzerne nach, wird die geräuschlose Absorption des Arbeitsmarkts bald enden.

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