Dänemark erwartet 4,0 Prozent BIP-Wachstum 2026
Danmarks Nationalbank prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent bei einer Inflationsrate von 1,7 Prozent. Haupttreiber der dänischen Expansion ist die Auslandsproduktion der Pharmaindustrie im ersten Halbjahr.
Pharma-Boom im Ausland treibt das BIP
Trotz weltweiter geopolitischer Spannungen verzeichnet die dänische Wirtschaft ein starkes Wachstum.
Für das laufende Jahr rechnet die Notenbank mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,0 Prozent, gefolgt von 2,3 Prozent im Jahr 2027 und 2,0 Prozent 2028.
Getragen wird die Dynamik vor allem von der Auslandsproduktion der dänischen Pharmaindustrie.
„Wir erwarten ein kräftiges BIP-Wachstum in diesem Jahr, aber ohne Anzeichen für erhöhten Lohn- oder Preisdruck“, erklärte Gouverneur Christian Kettel Thomsen.
Für die Inflation prognostiziert die Zentralbank 1,7 Prozent für 2026, bevor die Teuerungsrate 2027 auf 2,4 Prozent steigt und 2028 bei 2,1 Prozent liegt.
Warnung vor fiskalischer Überhitzung
Die dänische Wirtschaft arbeitet bei hoher Beschäftigung und niedriger Arbeitslosigkeit nahe an der Kapazitätsgrenze.
Zugleich lockert die Regierung die Finanzpolitik in diesem und im kommenden Jahr deutlich.
Danmarks Nationalbank mahnt daher zur Haushaltsdisziplin.
Thomsen empfahl der Regierung, im Finanzgesetz für Oktober keine zusätzlichen Nachfrageimpulse zu setzen.
Der tatsächliche Druck auf die heimischen Kapazitäten hängt unter anderem davon ab, welcher Anteil der Rüstungsausgaben auf Importe entfällt.
Glücksfall mit Klumpenrisiko
Das dänische Wachstumsmärchen verdankt seine Zahlen fast ausschließlich einer einzigen exportstarken Branche.
Diese Sonderkonjunktur verdeckt jedoch, dass der heimische Arbeitsmarkt voll ausgelastet ist und staatliche Mehrausgaben schnell inflationär wirken können.
Die Mahnung der Notenbank an die Politik ist daher mehr als berechtigt.
Quelle: Danish economy defies global turmoil
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