Stablecoins dürfen Zentralbankgeld nicht ersetzen
Danmarks-Nationalbank-Gouverneur Ulrik Nødgaard hat bei der Nordic Fintech Week betont, dass Stablecoins Zentralbankgeld im Interbankensektor nicht ersetzen dürfen. Zugleich verwies er auf das am 21. September gestartete DLT-Projekt Pontes in Kooperation mit der EZB.
Pontes bringt Zentralbankgeld auf DLT
Zentralbankgeld muss auch in Zukunft das gemeinsame Fundament für Stabilität und Vertrauen im Währungssystem bilden.
Gouverneur Ulrik Nødgaard stellte klar, dass Danmarks Nationalbank neuen Technologien gegenüber neutral eingestellt ist, Stablecoins jedoch keinesfalls Zentralbankgeld zwischen Banken ersetzen sollten.
Um Transaktionen im DLT-Umfeld abzusichern, kooperiert die Notenbank eng mit der Europäischen Zentralbank (EZB).
Am 21. September startete die gemeinsame Lösung Pontes.
Das System verbindet privatwirtschaftliche DLT-Plattformen für tokenisierte Finanzanlagen direkt mit den Target-Services des Eurosystems.
Pontes ermöglicht so das Settlement tokenisierter Assets in Zentralbankgeld.
Krypto-Nische und Mehrwertfrage
Die Nutzung von Stablecoins nimmt zwar zu, bleibt in Europa jedoch bislang begrenzt.
Bislang dienen die Token vor allem als Handelsvehikel für Krypto-Assets.
Die künftige Verbreitung hängt laut Nødgaard davon ab, ob Stablecoins einen echten Mehrwert gegenüber bestehenden Bezahlsystemen bieten, etwa bei grenzüberschreitenden Zahlungen.
Da die Entwicklung die Geldpolitik, Finanzmärkte und die Rolle von Banken beeinflussen kann, analysiert die Notenbank die Dynamik genau.
Dänische Institute erproben die Tokenisierung bereits aktiv.
Klare Grenzen für private Token
Die Notenbank sendet ein klares Signal: Innovation ist erwünscht, das Settlement-Monopol bleibt unangetastet.
Mit Pontes integriert sie tokenisierte Werte direkt in die Notenbank-Infrastruktur, statt privaten Emittenten das Feld zu überlassen.
Das schützt die geldpolitische Steuerung wirksam.