Hälfte der dänischen Auslandsaktien über Fonds gehalten
DKNB Daten

Hälfte der dänischen Auslandsaktien über Fonds gehalten

Dänische Anleger hielten im August 2026 ausländische Aktien im Wert von 3.059 Mrd. dänischen Kronen. Rund die Hälfte dieser Bestände entfällt indirekt auf Investmentfonds, wobei US-Titel mit 56 Prozent den größten Anteil ausmachen.

US-Tech treibt dänische Aus­land­sport­fo­li­os

Dänische Investoren besaßen im August 2026 gelistete Auslandsaktien im Gesamtwert von 3.059 Mrd. Kronen.

Rund die Hälfte dieses Volumens wird indirekt über inländische Investmentfonds gehalten.

Bei dänischen Arbeitnehmern und Rentnern liegt dieser Anteil sogar bei über zwei Dritteln.

US-Papiere gewinnen dabei weiter an Gewicht und stellen mittlerweile 56 Prozent aller dänischen Auslandsaktienbestände dar.

Dieser Anstieg resultiert vor allem aus Bewertungsgewinnen bei US-Technologietiteln, angeführt von Werten wie Nvidia, Apple und Microsoft.

Danmarks Nationalbank erfasst diese indirekten Eigentumsverhältnisse über eine dreistufige Durchgriffsmethode, um das reale Portfolio der Anleger abzubilden.

Drei Stufen bis zum Endinvestor

Um die tatsächlichen Eigentumsstrukturen offenzulegen, nutzt die dänische Zentralbank ein dreistufiges Verfahren.

Dieses erfasst Aktien, Anleihen und Fondsanteile auch über mehrstufige Dachfonds-Konstruktionen hinweg.

Nach drei Durchgriffsrunden sind nahezu alle zugrunde liegenden Wertpapiere identifiziert und dem Endinvestor zugeordnet.

Ausländische Fonds können methodisch nicht durchleuchtet werden und fließen wie Einzelaktien direkt in die Statistik ein.

Klumpenrisiko im Fondsmantel

Die Zahlen offenbaren eine erhebliche US-Klumpenbildung in dänischen Depots.

Was vordergründig als diversifizierte Fondsanlage erscheint, erweist sich beim genauen Hinsehen als konzentrierte Wette auf Big Tech.

Der statistische Tiefenblick der Zentralbank liefert dafür die notwendige Transparenz.

Quelle: Half of foreign equities are held via investment funds

IN:

Fehler melden