Euro-Überweisungen senken Kosten im nordischen Zahlungsverkehr
Überweisungen zwischen nordischen Ländern kosten in Landeswährung häufig mehr als in Euro. Eine gemeinsame Analyse der nordischen Zentralbanken beziffert die Kosten bei 1.500 Kronen auf 2–7 Prozent gegenüber weniger als 1 Prozent.
Euro günstiger als Landeswährung
Eine Überweisung über 1.500 Kronen zwischen zwei nordischen Ländern kostet in Euro in der Regel weniger als 1 Prozent des Betrags.
In einer nordischen Währung fallen dagegen 2–7 Prozent an.
Der Kostenvorteil gilt auch zwischen Ländern, die beide den Euro nicht nutzen.
Grund sind EU-Vorschriften, die Gebühren für Euro-Überweisungen begrenzen; entsprechende Regeln für nordische Währungen fehlen.
Viele Verbraucher kennen die Sparmöglichkeit nicht.
Allerdings erschwert die Euro-Route die Überweisung eines exakten Betrags in einer anderen nordischen Währung: Dafür sind zwei Umrechnungen nötig, zunächst von dänischen Kronen in Euro, danach in die Zielwährung.
Technik steht teilweise bereit
Zentralbankgouverneur Ulrik Nødgaard sieht Potenzial für günstigere und schnellere Zahlungen durch Regulierung, mehr Wettbewerb und bessere Infrastruktur.
Neue Zahlungsdienstleister, darunter Neobanken, können laut Analyse die Kosten senken.
Der TIPS-Dienst für währungsübergreifende Zahlungen ermöglicht bereits Echtzeitzahlungen zwischen dänischen Kronen, schwedischen Kronen und Euro.
Dafür müssen Banken sich anschließen.
Gesetzgeber können zudem weitere Regeln auf EU-Ebene oder nationaler Ebene prüfen.
Enge Verflechtung, teure Zahlungen
Für Menschen, die grenzüberschreitend leben, arbeiten oder einkaufen, sind Zahlungsgebühren eine wiederkehrende Belastung.
Die enge wirtschaftliche Verflechtung beseitigt diese Kosten nicht.
Laut Analyse hängt die Nutzung der vorhandenen TIPS-Infrastruktur vom Anschluss der Banken ab.
Quelle: Intra-Nordic payments remain expensive
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