Geopolitische Risiken erhöhen Cyber- und Marktkorrekturgefahr
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Geopolitische Risiken erhöhen Cyber- und Markt­kor­rek­tur­ge­fahr

Die DNB warnt vor anhaltend hohen Risiken für die niederländische Finanzstabilität. Geopolitische Spannungen und technologische Entwicklungen erhöhen die Gefahr von Cyberangriffen und Marktkorrekturen.

Cyberangriffe und Fragmentierung bedrohen Stabilität

Die DNB warnt vor anhaltend hohen Risiken für die niederländische Finanzstabilität, primär durch geopolitische und geoökonomische Fragmentierung.

Der Konflikt im Nahen Osten hat die globale Unsicherheit auf ein neues Niveau gehoben und birgt die Gefahr wirtschaftlicher Rückschläge durch gestörte Lieferketten und höhere Energiepreise.

Dies könnte Inflation und Wachstum beeinträchtigen.

Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit von Cyber- und hybriden Vorfällen zu, die die kritische Infrastruktur des Finanzsystems stören könnten.

Fortschrittliche KI-Modelle beschleunigen die Entdeckung und Ausnutzung digitaler Schwachstellen, was die Anforderungen an die digitale Widerstandsfähigkeit finanzieller Institutionen erhöht.

Eine europäische Strategie zur Stärkung der Cybersicherheit und des Informationsaustauschs ist unerlässlich, wobei die gute Profitabilität der Institute Investitionen ermöglicht.

Märkte unter Druck, Private Credit im Fokus

Finanzmärkte sehen ein erhöhtes Risiko für scharfe Korrekturen und steigende Zinsen.

Die Verdopplung der Öl- und Gaspreise seit März hat Inflationserwartungen und Anleiherenditen getrieben, besonders für hoch verschuldete Länder.

Obwohl Aktienmärkte Verluste nach dem Nahostkonflikt weitgehend aufgeholt haben, hängt dies von einer raschen Konfliktlösung ab.

Die DNB betont die Bedeutung der Überwachung von Private-Credit-Märkten, da diese zunehmend mit dem Finanzsektor verknüpft sind.

Eine Umfrage unter niederländischen Pensionsfonds und Versicherern zeigte, dass die Private-Credit-Exposition der größten Versicherer 2025 auf über 16 Milliarden Euro gestiegen ist.

Transparenz und Risikomanagement sind hier entscheidend.

Stabilität braucht mehr als nur Puffer

Die DNB unterstreicht, dass robuste Kapital- und Liquiditätspuffer für die Finanzstabilität unerlässlich sind, aber nicht ausreichen.

Während Banken und Versicherer gut positioniert sind, erfordern wachsende Stablecoin-Märkte und ihre Verflechtungen mit dem Finanzsystem eine vorausschauende Regulierung.

Nur durch konsequente internationale Koordination und Vertiefung der europäischen Kapitalmärkte kann die Widerstandsfähigkeit langfristig gesichert werden.