Arbeitsplatzwechsel oft über Sektorgrenzen hinweg
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Ar­beits­platz­wech­sel oft über Sektorgrenzen hinweg

Eine DNB-Analyse zeigt: Durchschnittlich 57 Prozent der Jobwechsler finden eine neue Stelle in einer anderen Branche. Dies kann Engpässe am Arbeitsmarkt lindern und die Produktivität steigern.

Die Dynamik der Jobwechsler

Die niederländische Wirtschaft stößt aufgrund von Personalmangel zunehmend an ihre Grenzen.

Eine Analyse der De Nederlandsche Bank (DNB) auf Basis von CBS-Mikrodaten für den Zeitraum 2011-2025 zeigt, dass jährlich durchschnittlich 16,7 Prozent der Arbeitnehmer den Arbeitgeber wechseln.

Zusätzlich strömen 9,1 Prozent in eine Nicht-Arbeitnehmerposition ab, während 9,5 Prozent aus solchen Positionen wieder in den Arbeitsmarkt eintreten.

Diese Mobilität passt sich der Konjunktur an, zeigt aber keinen strukturellen Trend.

Die DNB-Studie hebt hervor, dass die Mobilität stark zwischen verschiedenen Gruppen variiert: Junge Menschen (15-25 Jahre) wechseln mit 40-45 Prozent deutlich häufiger den Arbeitgeber als ältere Arbeitnehmer (rund 10 Prozent).

Auch die Vertragsform spielt eine Rolle, wobei befristet Beschäftigte mobiler sind.

Besonders hohe Wechselraten verzeichnen die Zeitarbeitsbranche und das Gastgewerbe (etwa ein Drittel wechselt zwischen 2024 und 2025), während die Regierung mit 4 Prozent weniger Bewegung zeigt.

Intersektorale Mobilität als Schlüssel

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Arbeitnehmer nicht nur innerhalb ihrer Branche den Arbeitgeber wechseln, sondern häufig auch die Branche.

Zwischen 2024 und 2025 wechselten durchschnittlich 57 Prozent der Jobwechsler in eine andere Branche.

In kleinen Sektoren wie dem Bergbau, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie der Abfallwirtschaft liegt dieser Anteil sogar bei über 80 Prozent.

Auch in der Kultur- und Freizeitbranche (80 Prozent), bei den Facility Services (68 Prozent) und im Agrarsektor (67 Prozent) ist die intersektorale Mobilität hoch.

Im Gegensatz dazu ist in der Gesundheitsversorgung und den Finanzdienstleistungen die Mobilität innerhalb der Branche höher, wo fast drei Viertel der Jobwechsler ein Jahr später bei einem neuen Arbeitgeber in derselben Branche tätig waren.

Diese sektorübergreifende Mobilität ist entscheidend, um die Spannungen auf dem Arbeitsmarkt zu verringern und die Produktivität zu steigern, indem Arbeitnehmer dort eingesetzt werden, wo ihr Beitrag am größten ist.

Mehr als nur ein Jobwechsel

Die DNB-Analyse liefert wichtige Einblicke in die Funktionsweise des niederländischen Arbeitsmarktes.

Sie unterstreicht, dass Mobilität nicht nur ein individueller Akt ist, sondern ein entscheidender Mechanismus zur Anpassung an strukturelle Veränderungen und zur Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Effizienz.

Die Erkenntnis, dass ein Großteil der Jobwechsel über Sektorgrenzen hinweg stattfindet, fordert eine Neubewertung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen.

Für die Politik bedeutet dies, Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Art der Mobilität fördern, um die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Engpässe zu machen.

Quelle: Job switchers often move to a different sector

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