EMIR 3: Erste AAR-Meldung bis 31. Juli 2026 fällig
Die DNB und AFM erinnern an die erste Meldung zur Active Account Requirement (AAR) unter EMIR 3. Institute müssen den Bericht bis spätestens 31. Juli 2026 einreichen.
Fristen und Formate für die AAR-Meldung
Die Technischen Regulierungsstandards (RTS) für die Active Account Requirement (AAR) gemäß der überarbeiteten Europäischen Marktinfrastruktur-Verordnung (EMIR 3) traten am 26. Februar 2026 in Kraft.
Sie konkretisieren die operativen, Repräsentativitäts- und Meldepflichten aus den Artikeln 7a und 7b der EMIR 3. Institute, die der Clearingpflicht unterliegen und die Bedingungen von Artikel 7a(1) der EMIR 3 erfüllen, müssen ihren ersten AAR-Bericht bis spätestens 31. Juli 2026 einreichen.
Dieser Bericht deckt den Zeitraum vom 25. Juni 2025 bis zum 30. Juni 2026 ab.
Obwohl die Berichtstabellen der RTS noch nicht verbindlich sind, ermutigen DNB und AFM die Institute dringend, die bereitgestellten Vorlagen zu nutzen.
Dies fördert eine einheitliche und effiziente Datenverarbeitung.
Die ESMA wird zudem in Kürze eine Vorlage veröffentlichen.
Leitlinien und Einreichungswege
Die ESMA veröffentlichte am 20. Februar 2026 zusätzliche Leitlinien zur Repräsentativitätspflicht.
Diese klären unter anderem, wie Institute die 'relevantesten Derivate-Unterkategorien' bestimmen, die Einhaltung der Repräsentativitätsanforderung bewerten und die zugehörigen Berichtsvorlagen korrekt ausfüllen sollen.
Die Meldung für die AAR kann im Juli über das bestehende DNB-Meldeportal oder per E-Mail an die AFM erfolgen.
Die DNB und AFM bitten darum, den Bericht im CSV-Format einzureichen.
Bei Fragen zur Meldepflicht sollen sich Institute an ihren Account Supervisor wenden, der weitere Unterstützung bei der Berichterstellung bieten kann.
Pflichtübung mit Tücken
Die gemeinsame Mitteilung von DNB und AFM ist eine notwendige Erinnerung an eine komplexe Meldepflicht.
Obwohl die Frist klar ist, birgt die noch nicht verbindliche Vorlagenpflicht ein gewisses Risiko für uneinheitliche Daten.
Für die betroffenen Institute bedeutet dies einen erhöhten Aufwand, der durch die fehlende finale Standardisierung noch verstärkt wird.