Zahlungsbetrug steigt 2025 um 30 Prozent auf 198 Mio. Euro
Die Zahl der betrügerischen Transaktionen im niederländischen Zahlungsverkehr stieg 2025 um 30 Prozent auf 658.000 Fälle. Der monetäre Wert erhöhte sich um 22 Prozent auf 198 Millionen Euro, wie die DNB erstmals bekannt gab.
Alarmierende Zunahme im Zahlungsverkehr
Die De Nederlandsche Bank (DNB) veröffentlichte erstmals detaillierte Zahlen zum Zahlungsbetrug in den Niederlanden, die einen deutlichen Anstieg im Jahr 2025 zeigen.
Die Gesamtzahl der betrügerischen Transaktionen bei Banküberweisungen, Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen erhöhte sich um 30 Prozent auf rund 658.000 Fälle.
Der monetäre Schaden stieg im gleichen Zeitraum um 22 Prozent auf 198 Millionen Euro.
Trotz dieser Zunahme macht der Betrug weiterhin nur einen geringen Anteil des jährlich im Zahlungssystem verarbeiteten Gesamtvolumens aus.
Die DNB hatte die steigende Betrugsgefahr bereits in ihrer Zahlungsstrategie 2026–2028 hervorgehoben.
Im Durchschnitt waren 7 von 100.000 Transaktionen im Jahr 2025 betrügerisch, was etwa 1.800 betrügerischen Transaktionen pro Tag bei insgesamt 27 Millionen täglichen Transaktionen entspricht.
Der tägliche monetäre Betrug belief sich auf rund 540.000 Euro, verglichen mit einem täglichen Zahlungsvolumen von etwa 13 Milliarden Euro.
Vielfältige Betrugsmaschen im Detail
Der Anstieg des Zahlungsbetrugs ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen und variiert je nach Transaktionstyp.
Der größte Zuwachs an Betrugsfällen wurde bei europäischen Banküberweisungen verzeichnet, die um 55 Prozent auf 129.000 Fälle anstiegen.
Auch monetär war dieser Bereich mit rund 148 Millionen Euro im Jahr 2025 (gegenüber 121 Millionen Euro im Jahr 2024) am stärksten betroffen.
Hierbei werden Verbraucher und Unternehmen oft durch Täuschung dazu gebracht, Geld selbst zu überweisen, etwa durch gefälschte Zahlungsanweisungen oder Anlagebetrug.
Besonders betroffen sind Sofort- und internationale Zahlungen, da diese schwerer rückgängig zu machen sind.
Kartenzahlungsbetrug bleibt mit 514.000 Fällen im Jahr 2025 die häufigste Form, ein Anstieg um mehr als ein Viertel gegenüber 2024, hauptsächlich bei Online-Zahlungen.
Der monetäre Wert stieg hier auf 41 Millionen Euro.
Auch Bargeldabhebungen an Geldautomaten waren von einem Anstieg betroffen, mit 15.000 Fällen und einem monetären Wert von 10 Millionen Euro im Jahr 2025, hauptsächlich durch den Missbrauch verlorener oder gestohlener Karten.
Lückenhafte Daten, steigende Risiken
Die erstmals veröffentlichten Zahlen der DNB zeigen einen alarmierenden Anstieg des Zahlungsbetrugs, doch die wahre Schadenshöhe bleibt unklar, da Rückerstattungen und nicht erfasste Zahlungsmethoden die Statistik verzerren.
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei Instant Payments, wo die erschwerte Rückabwicklung Betrügern in die Hände spielt.
Die Daten sind ein wichtiger Schritt, aber für eine umfassende Risikobewertung sind detailliertere und vollständigere Informationen unerlässlich.
Quelle: More fraud in payments in 2025
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