Arbeitsplatzerhaltung: Subventionen und Retention optimal kombiniert
Arbeitsplatzsubventionen allein reichen nicht: Eine DNB-Studie zeigt, dass die optimale Politik zur Arbeitsplatzerhaltung eine Kombination aus Beschäftigungssubventionen und Job-Retention-Programmen erfordert. Dies korrigiert Ineffizienzen bei endogener Job-Zerstörung.
Das Dilemma endogener Job-Zerstörung
Die Studie analysiert die Effizienz von Beschäftigungssubventionen gegenüber Job-Retention-Programmen in einem Such- und Matching-Modell.
Im Gegensatz zu Modellen mit exogener Job-Zerstörung verzerren Beschäftigungssubventionen bei endogener Zerstörung die Job-Destruktionsmarge.
Dies führt zu übermäßiger Job-Zerstörung und Fluktuation.
Die Autoren argumentieren, dass in solchen Szenarien Beschäftigungssubventionen allein nicht ausreichen, um die Ineffizienz der dezentralen Allokation zu korrigieren.
Eine Kombination beider Instrumente ist notwendig, um die Wohlfahrt zu maximieren.
Die erhöhte Wertschätzung der Arbeitslosigkeit durch höhere Job-Creation-Raten führt zu einem Anstieg der Job-Destruktionsschwelle, was mehr Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit treibt und letztlich zu einem Überschuss an Arbeitsplatzwechseln führt.
Menschliches Kapital und Marktversagen
Die Studie führt die Möglichkeit ein, dass Arbeitnehmer während der Arbeitslosigkeit Humankapital verlieren, welches sie im Falle einer Beschäftigung wieder aufbauen können.
Dieser Humankapitalverlust (HCD) erzeugt eine positive Externalität bei Einstellungsentscheidungen, da Firmen den positiven Effekt auf die Qualifikationszusammensetzung des Pools der Arbeitslosen nicht internalisieren.
Unter exogener Job-Zerstörung würde diese Externalität den Einsatz von Beschäftigungssubventionen rechtfertigen.
Die vorliegende Studie weicht jedoch von dieser Annahme ab, indem sie endogene Job-Zerstörung berücksichtigt, bei der Matches von idiosynkratischen Produktivitätsschocks betroffen sind und bei Unterschreiten eines Schwellenwerts getrennt werden.
Ein überfälliger Blick auf die Praxis
Diese Studie liefert eine wichtige theoretische Begründung für die gemeinsame Anwendung von Beschäftigungssubventionen und Job-Retention-Programmen.
Sie zeigt die Komplexität der Marktversagen auf, die durch Humankapitalverlust und endogene Job-Zerstörung entstehen.
Für politische Entscheidungsträger bedeutet dies, dass ein integrierter Ansatz bei Arbeitsmarktmaßnahmen unerlässlich ist.
Quelle: Optimal Job Retention
IN: