75-Jährige zahlen häufiger mit Debitkarte
Niederländer haben 2025 insgesamt 7,1 Milliarden Kassenzahlungen im Wert von 185 Milliarden Euro getätigt. Eine DNB-Studie zeigt, dass vor allem über 75-Jährige und Geringverdiener zunehmend elektronisch bezahlen.
Bargeld verliert weiter an Boden
Im Jahr 2025 wickelten niederländische Konsumenten 7,1 Milliarden Kassenzahlungen mit einem Gesamtwert von 185 Milliarden Euro ab.
Dies ist ein leichter Rückgang der Transaktionsanzahl gegenüber 2024 (7,2 Mrd.), jedoch ein Anstieg des Gesamtwerts (179 Mrd. Euro in 2024).
Die Anzahl der Barzahlungen sank von 1,4 Milliarden in 2024 auf 1,2 Milliarden in 2025, während elektronische Zahlungen mit 5,8 Milliarden stabil blieben.
Der Wert der elektronischen Zahlungen stieg um 5 Prozent auf 154 Milliarden Euro, während der Wert der Barzahlungen auf 28 Milliarden Euro zurückging.
Insgesamt wurden 17 Prozent aller Einkäufe bar und 83 Prozent mit Karte bezahlt.
Kontaktloses Bezahlen dominierte mit 78 Prozent aller Transaktionen, aufgeteilt in 40 Prozent mit Karte und 39 Prozent mit Mobiltelefon oder Smartwatch.
Traditionelles Pinnen durch Einstecken der Karte sank um 2 Prozentpunkte auf 4 Prozent.
Generation 75+ entdeckt die Karte
Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen erfasst alle Konsumentengruppen, besonders stark bei den über 75-Jährigen und Geringverdienern.
Ihr Anteil an Barzahlungen sank von stabilen 30 Prozent auf 26 bzw. 27 Prozent im Jahr 2025, wodurch die Unterschiede zu anderen Gruppen kleiner werden.
Bei niedrigeren Beträgen bis 15 Euro nimmt der Anteil der Kartenzahlungen zu, während traditionelles Pinnen bei höheren Beträgen abnimmt.
Die meisten Konsumenten bevorzugen kontaktloses Bezahlen mit der Debitkarte, wobei die Präferenz für mobile Geräte leicht steigt.
Nur bei zwei Prozent der Transaktionen konnten Verbraucher nicht mit ihrem bevorzugten Mittel zahlen.
Auch bei untereinander getätigten Zahlungen nimmt der Bargeldanteil ab: 2025 wurden 608 Millionen Transaktionen im Wert von 28 Milliarden Euro abgewickelt, wobei der Bargeldanteil auf 26 Prozent sank.
Ein Trend, der alle erfasst
Der Wandel weg vom Bargeld ist breit angelegt und signifikant, getrieben von Bequemlichkeit und verbesserter Infrastruktur.
Dies deutet auf eine grundlegende Veränderung der Zahlungsgewohnheiten über alle demografischen Gruppen hinweg, was die Annahme widerlegt, dass bestimmte Gruppen resistent gegenüber digitalen Methoden sind.
Für Bargeld-Befürworter wird es zunehmend herausfordernder, ihre Präferenz im Alltag aufrechtzuerhalten.