Pensionsfonds: Deckungsgrad sinkt im ersten Quartal
Der Deckungsgrad der niederländischen Pensionsfonds, die noch dem alten Finanzaufsichtsrahmen (FTK) unterliegen, ist im ersten Quartal 2026 auf 124,7 Prozent gefallen. Dies entspricht einem Rückgang von 4,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal, wie die DNB berichtet.
Aktienkurse belasten Deckungsgrad
Die niederländische Zentralbank (DNB) meldet einen Rückgang des Deckungsgrades der Pensionsfonds, die weiterhin dem alten Finanzaufsichtsrahmen (FTK) unterliegen.
Im ersten Quartal 2026 sank dieser auf 124,7 Prozent, was eine Abnahme von 4,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal darstellt.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der negative Trend bei den Aktienkursen.
Der Deckungsgrad ist ein zentraler Indikator für die aktuelle finanzielle Lage eines FTK-Fonds und drückt das Verhältnis zwischen den getätigten Anlagen und den bestehenden Verbindlichkeiten aus.
Die Volatilität an den globalen Finanzmärkten, insbesondere im Aktienbereich, hatte somit direkte Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte der Fonds und führte zu dem beobachteten Rückgang.
Diese Entwicklung unterstreicht die Sensibilität der Pensionsfonds gegenüber Marktschwankungen, insbesondere für jene, die noch nicht auf das neue System umgestellt haben und deren Finanzlage eng an die Performance ihrer Anlagen gekoppelt ist.
Übergang zum neuen Rentensystem schreitet voran
Die Umstellung auf das neue Rentensystem in den Niederlanden schreitet voran.
Pensionsfonds haben bis zum 1. Januar 2028 Zeit, ihre angesammelten Rentenansprüche zu übertragen.
Zum 31. März 2026 hatten bereits 30 Fonds die Konvertierung vollzogen.
Das gesamte verwaltete Vermögen der niederländischen Pensionsfonds betrug 1.624 Milliarden Euro, davon 1.082 Milliarden Euro unter dem alten Finanzaufsichtsrahmen (FTK) und 542 Milliarden Euro unter dem neuen System (Wtp).
Der Richtungsdeckungsgrad, der den Durchschnitt der Deckungsgrade der letzten zwölf Monate abbildet, stieg im ersten Quartal um 2,1 Prozentpunkte auf 125,0 Prozent, nach 122,9 Prozent im Vorquartal.
Die DNB merkt an, dass der Einfluss von Veränderungen in der Zusammensetzung der berechneten Fonds auf den sektoralen Deckungsgrad vernachlässigbar war, da die umgestellten Fonds ähnliche Deckungsgrade aufwiesen.