Risikogewichtsmaßnahme für Hypotheken läuft aus
Die DNB verlängert die Untergrenze für Risikogewichte niederländischer Hypothekendarlehen nicht. Die seit 2022 geltende Maßnahme läuft am 30. November 2026 aus.
Risikopuffer für Hypotheken entfällt
Die De Nederlandsche Bank (DNB) hat beschlossen, die Untergrenze für die Risikogewichte niederländischer Hypothekendarlehen von Banken nicht zu verlängern.
Die im Januar 2022 eingeführte Maßnahme läuft am 30. November 2026 aus.
Sie wurde auf Basis von Artikel 458 der Eigenkapitalverordnung (CRR3) eingeführt, um systemische Risiken im niederländischen Wohnungsmarkt zu adressieren.
Die sogenannte 458-Maßnahme, festgelegt in der 'Regeling risicoweging hypothecaire leningen 2022', wurde bereits zweimal verlängert, zuletzt 2024.
Die DNB hat ihre Entscheidung nach einer Bewertung getroffen, die zeigt, dass eine Verlängerung derzeit nicht gerechtfertigt ist.
Systemische Risiken im Wohnungsmarkt sind zwar weiterhin vorhanden, haben aber in den letzten Jahren schrittweise abgenommen.
Dies geht auch aus dem DNB-AFM Leennormenrapport hervor.
Zudem sind niederländische Banken weniger anfällig für Immobilienpreiskorrekturen geworden.
Die DNB erwartet, dass die Banken auch ohne die 458-Maßnahme ausreichend widerstandsfähig gegenüber der Materialisierung systemischer Risiken im Wohnungsmarkt bleiben.
Stärkere Banken, geringere Risiken
Die DNB bewertet, dass die systemischen Risiken im niederländischen Wohnungsmarkt in den letzten Jahren allmählich zurückgegangen sind.
Gleichzeitig haben die niederländischen Banken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber einer möglichen Korrektur der Immobilienpreise deutlich verbessert.
Diese Entwicklung ist ein zentraler Faktor für die Entscheidung, die Risikogewichtsmaßnahme auslaufen zu lassen.
Die DNB betont die Bedeutung anderer makroprudenzieller Instrumente für die Aufrechterhaltung der Resilienz des niederländischen Bankensektors.
Insbesondere wird der aktuelle antizyklische Kapitalpuffer (CCyB) von 2 Prozent als wichtiges Instrument hervorgehoben.
Die DNB wird die systemischen Risiken im Wohnungsmarkt sowie die Risikogewichtung von Hypotheken durch die Banken weiterhin genau beobachten und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen.
Dies unterstreicht einen proaktiven Ansatz zur Sicherung der Finanzstabilität, der sich an die sich ändernden Marktbedingungen anpasst.
Ein Zeichen des Vertrauens
Die DNB-Entscheidung, die Risikogewichtsmaßnahme auslaufen zu lassen, ist ein Vertrauensbeweis in die gestärkte Resilienz der niederländischen Banken.
Sie zeigt, dass die systemischen Risiken im Wohnungsmarkt als beherrschbar eingeschätzt werden, auch wenn sie nicht vollständig verschwunden sind.
Für den Sektor bedeutet dies eine Erleichterung bei den Kapitalanforderungen, während die Aufsicht mit anderen Instrumenten wie dem CCyB wachsam bleibt.