Dollar verliert an Boden als Reservewährung, bleibt dominant
Der US-Dollar bleibt global dominant, verliert aber an Boden als Reservewährung. Zentralbanken halten relativ weniger Dollar-Reserven als vor zehn Jahren, zeigen Daten der DNB und des IWF.
Dollar-Anteil sinkt, Gold steigt
Der Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven ist von 57 Prozent im Jahr 2016 auf rund 40 Prozent Ende 2025 gesunken.
Trotz dieses Rückgangs bleibt der Dollar die mit Abstand wichtigste Reservewährung weltweit.
Der Euro hält einen stabilen, wenn auch deutlich kleineren Anteil von etwa 14 Prozent.
Bemerkenswert ist der Aufstieg von Gold als Reservegut.
Seit 2009 sind die weltweiten Goldreserven um rund 20 Prozent gestiegen, von 30.500 auf über 36.500 Tonnen im Jahr 2025.
Gold hat sich seit Anfang 2024 zum zweitwichtigsten Reservewert entwickelt und machte Ende 2025 rund 25 Prozent der Gesamtreserven aus, auch bedingt durch den starken Preisanstieg.
Es wird als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten betrachtet und dient Ländern als Absicherung gegen größere Schocks im Finanzsystem.
Vorteile der Dominanz, Aufstieg der Kleinen
Die dominante Position des Dollars bringt den Vereinigten Staaten erhebliche Vorteile, da ein Großteil des internationalen Handels, einschließlich des Ölhandels, in Dollar abgewickelt wird.
Dies erleichtert die Werterhaltung und das Vertrauen in die Währung.
Auffällig ist auch der leichte Aufstieg kleinerer Währungen, deren kombinierter Anteil 2025 bei rund 4 Prozent lag und Währungen wie den Australischen Dollar, Kanadischen Dollar und Schweizer Franken umfasst.
Regionale Zahlungssysteme könnten diesen Trend verstärken.
Der Anteil des chinesischen Renminbi an den internationalen Reserven bleibt hingegen relativ gering, obwohl der IWF die Währung bereits 2016 in seinen Währungskorb aufnahm und eine breite Akzeptanz ausblieb.
Diversifikation als neue Normalität
Die vorliegenden Zahlen belegen einen klaren Trend zur breiteren Diversifikation der globalen Währungsreserven, nicht nur über verschiedene Währungen, sondern auch in alternative Anlageklassen wie Gold.
Dies deutet auf eine bewusste Strategie vieler Länder hin, ihre Abhängigkeit von einer einzelnen Währung zu reduzieren und die Resilienz ihrer Finanzsysteme zu stärken.
Obwohl der US-Dollar weiterhin eine führende Rolle spielt, signalisiert diese Entwicklung eine schrittweise, aber bedeutsame Verschiebung hin zu einem multipolareren globalen Währungssystem.