Niederlande: Finanzbeziehungen zum Nahen Osten bleiben begrenzt
Die Niederlande unterhalten nur begrenzte Finanzbeziehungen zum Nahen Osten. Direkte und Portfolio-Investitionen machen nur einen kleinen Teil der gesamten Auslandsengagements aus und konzentrieren sich auf den Öl- und Gassektor sowie auf Durchleitungsgesellschaften.
Öl und Gas dominieren Direktinvestitionen
Die direkten Investitionsbeziehungen der Niederlande zum Nahen Osten konzentrieren sich auf Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien.
Ende 2025 belief sich die niederländische Direktinvestitionsposition in der Region auf 157 Milliarden Euro, während die Position der Region in den Niederlanden 161 Milliarden Euro betrug.
Dies entspricht etwa 3 Prozent der gesamten niederländischen Direktinvestitionen.
Fast die Hälfte der Investitionen zwischen den Niederlanden und dem Nahen Osten entfällt auf den Privatsektor, hauptsächlich im Öl- und Gassektor.
Die andere Hälfte besteht überwiegend aus Durchleitungsgesellschaften, die nur begrenzte finanzielle Verbindungen zur niederländischen Wirtschaft aufweisen und primär aus steuerlichen oder rechtlichen Gründen gegründet wurden.
Geringe Portfolio-Engagements
Niederländische Investoren sind im Nahen Osten nur in begrenztem Umfang aktiv.
Ende 2025 belief sich der Gesamtwert ihrer Portfolio-Investitionen in der Region auf 13 Milliarden Euro, was weniger als 1 Prozent der gesamten ausländischen Investitionen der Niederlande ausmacht.
Fast alle dieser Wertpapiere werden in den Bilanzen von Finanzinstituten gehalten, wobei über 70 Prozent in den Händen institutioneller Anleger liegen.
Dies betrifft hauptsächlich Aktien und Anleihen, die sich vorrangig auf die Türkei, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate konzentrieren.