Aufseher priorisieren 2027 Cyberresilienz, KI und Verbraucherschutz
Für 2027 setzen die europäischen Aufsichtsbehörden auf digitale Resilienz, Verbraucherschutz und gemeinsame Risikoanalysen. Ihr am 13. Oktober 2026 veröffentlichtes Arbeitsprogramm sieht zugleich weniger Doppelanforderungen und einheitlichere Aufsicht vor.
Cyberaufsicht geht in den Belastungstest
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), die Europäische Versicherungs- und Pensionsaufsichtsbehörde (EIOPA) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) koordinieren ihr Programm im Gemeinsamen Ausschuss.
Unter DORA aktualisieren sie die Liste kritischer IT-Drittdienstleister, prüfen deren Risiken und verfolgen Empfehlungen aus 2026 nach.
Geplant sind jährliche und mehrjährige Prüfpläne sowie Berichte über die Aufsicht 2026 und schwere IT-Vorfälle.
Zur möglichen DORA-Reform beraten sie die Europäische Kommission.
Nach dem Aufbau des EU-Rahmens zur Koordination systemischer Cybervorfälle 2025–2026 stehen 2027 Tests, Übungen und Kapazitätsaufbau an.
Die Zusammenarbeit mit EU-CyCLONe und der G7-Cyberexpertengruppe soll formalisiert werden.
Einfachere Produktinformationen, gemeinsame Risikobilder
Bei PRIIPs planen die Behörden einfachere Basisinformationsblätter, Verbrauchertests und technische Standards; deren Frist hängt vom Gesetzgebungsverfahren ab und kann 2028 liegen.
Sie berichten über Sanktionen aus 2026 und begleiten die SFDR-Reform.
Sektorübergreifende Risikoberichte erscheinen zweimal jährlich.
Die Umsetzung der Verbriefungsreform erwartet das Programm im ersten oder zweiten Quartal 2027.
Für Kapitalmeldungen von Finanzkonglomeraten ist eine Konsultation im ersten Quartal 2027 vorgesehen; der technische Standard soll bis Ende 2027 fertig sein.
Weniger Doppelarbeit, gezieltere Überwachung
Vereinfachung bedeutet im Programm weniger überlappende Anforderungen, auch bei Meldungen, nicht den Verzicht auf Risikoüberwachung.
Für BigTechs und gemischte Unternehmensgruppen ist die dritte Datenerhebung geplant; KI und Tokenisierung bilden Innovationsschwerpunkte.
Prioritäten und Zeitpläne bleiben anpassbar.