Černaja-Mežmale übernimmt im November den EBA-Vizevorsitz
Kristīne Černaja-Mežmale wird am 1. November 2026 Vizevorsitzende der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Laut Mitteilung vom 23. Oktober wählte der Aufsichtsrat sie für zweieinhalb Jahre zur Nachfolgerin von Helmut Ettl.
Von Lettland in den Vizevorsitz
Kristīne Černaja-Mežmale übernimmt den EBA-Vizevorsitz, wenn Helmut Ettl am 1. November 2026 seine neue Aufgabe als Exekutivdirektor beim Internationalen Währungsfonds (IWF) antritt.
Die gewählte Nachfolgerin gehört dem Rat der lettischen Zentralbank Latvijas Banka an.
Seit 2023 vertritt sie Lettland als stimmberechtigtes Mitglied im EBA-Aufsichtsrat; seit Juli 2023 gehört sie auch dem Verwaltungsrat der Behörde an.
EBA-Vorsitzender François-Louis Michaud dankte Ettl für dessen langjährigen Beitrag, seine Erfahrung und Unterstützung.
Er begrüßte Černaja-Mežmale und verwies auf ihre umfassende Aufsichtserfahrung als Beitrag zur Aufsichtskonvergenz sowie zur Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors der 27 EU-Staaten.
Aufsichtserfahrung aus Riga
Vor ihrem Wechsel in den Rat der Latvijas Banka gehörte Černaja-Mežmale von 2019 bis 2022 dem Vorstand der lettischen Finanz- und Kapitalmarktkommission (FCMC) an.
Zuvor hatte sie dort leitende Aufsichtsfunktionen ausgeübt und vor ihrem Eintritt in den öffentlichen Dienst im Bankensektor gearbeitet.
Ettl dankte den EBA-Kollegen zum Abschied für ihre Zusammenarbeit und ihr Engagement und wünschte seiner Nachfolgerin Erfolg.
Als Pressekontakt nennt die Mitteilung Franca Rosa Congiu.
Risikobasiert und verhältnismäßig
Černaja-Mežmale setzt auf einen starken, risikobasierten und verhältnismäßigen Aufsichtsrahmen.
Dieser soll Finanzstabilität sichern und Innovation sowie Wettbewerbsfähigkeit in der EU unterstützen.
Dafür will sie eng mit Vorsitz, Verwaltungsrat und nationalen Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten.