Neues DPM 2.1 Metamodell soll EU-Meldewesen vereinheitlichen
EBA Press

Neues DPM 2.1 Metamodell soll EU-Meldewesen vereinheitlichen

EBA, EZB und EIOPA haben eine zweimonatige öffentliche Konsultation zum Metamodell DPM 2.1 gestartet. Die gemeinsame Initiative will das statistische und aufsichtsrechtliche Meldewesen im Finanzsektor der EU vereinfachen und vereinheitlichen. Rückmeldungen sind bis zum 30. September 2026 möglich.

Schritt zu integrierter Berichterstattung

Das neue Metamodell DPM 2.1 stellt einen Meilenstein für die Integration der europäischen Berichterstattung über alle Regulierungsrahmen hinweg dar.

Es baut auf dem Data Point Model auf, einem strukturierten und maschinenlesbaren Ansatz für regulatorische Metadaten.

Die Überarbeitung zielt darauf ab, Komplexität zu verringern, Datenqualität zu verbessern und Berichterstattungskosten für Finanzinstitute zu senken.

Konkret erleichtert DPM 2.1 die Abstimmung zwischen den Aufsichtsrahmen der EBA für Prudenz und Abwicklung sowie dem Integrated Reporting Framework des Eurosystems.

Zudem führt der Standard eine verbesserte Metadaten-Versionierung ein und erweitert das Modell zur Aufnahme logischer Datenmodelle.

Ergänzend wurden einheitliche Benennungsregeln veröffentlicht.

Allianz dreier Aufsichtsbehörden

Das Data Point Model ist ein etabliertes Datenwörterbuch, das ursprünglich von EBA und EIOPA entwickelt wurde, um Aufsichtsdaten im Banken-, Versicherungs- und Pensionssektor zu harmonisieren.

Nach der Veröffentlichung des Standards 2.0 im Juni 2023 schlossen sich EBA, EIOPA und EZB im März 2024 zur DPM Alliance zusammen.

Ziel der Partnerschaft ist es, den Standard gemeinsam zu steuern und auf die EZB-Statistik auszuweiten.

Der Abwicklungsrat SRB nimmt als Beobachter an der Initiative teil.

Harmonisierung mit Hindernissen

Die Harmonisierung technischer Datenstandards ist für die Entlastung der Banken längst überfällig.

Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die Behörden ihre nationalen Sonderwünsche konsequent zurückstellen.

Ohne echten Umsetzungswillen bleibt DPM 2.1 nur ein Papiertiger ohne spürbaren Nutzen für die Praxis.