Neue Meldepflichten starten erst ab Dezember 2027
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Neue Meldepflichten starten erst ab Dezember 2027

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vereinfacht nach Branchenrückmeldungen das aufsichtliche Meldewesen. Der erste Meldestichtag neuer Anforderungen verschiebt sich auf Dezember 2027, für ausgewählte Bereiche auf Dezember 2028.

Weniger Daten, längere Umstellung

Die EBA plant einfachere Meldebögen, mehr Proportionalität, klarere Vorgaben, seltenere Meldungen und eine engere Abstimmung mit Offenlegungspflichten.

Sie reduziert Angaben zu Sicherheiten, Stresstests und ESG und streicht einzelne Meldeschwellen.

Kreditrisiko- und IFRS-9-Benchmarking werden integriert; IFRS-9-Meldungen werden gestrafft und stärker konsolidiert erhoben.

Für operative Verluste entfallen Datenfelder.

Ein eigenes Stresstestmodul erhält separate Fristen und Frequenzen.

Liquidität, Vermögensbelastung, Benchmarking und ESG folgen erst im Dezember 2028.

Den ITS-Abschlussbericht legt die EBA im Dezember 2026 vor und reicht ihn bei der Europäischen Kommission zur Annahme ein.

Institute erhalten mindestens ein Jahr Umstellungszeit.

Auch nationale Doppelmeldungen abbauen

Die Mitglieder des EBA-Aufsichtsgremiums wollen überlappende nationale Datenabfragen abbauen, soweit gleichwertige EBA-Daten vorliegen; zusätzliche Aufsichtsdaten bleiben möglich.

Leitlinien für Aufsichts- und Abwicklungsabfragen sind bis Ende 2026 geplant, ein EU-weites öffentliches Abfragenregister im ersten Quartal 2027.

Weitere Vorschläge zum Änderungsmanagement folgen im ersten Halbjahr 2027.

Anfang 2027 veröffentlicht die EBA Datenpunktmodell, Taxonomien und Validierungsregeln.

Die Konsultation lief vom 10. April bis 10. Juli 2026.

Übergang heißt nicht Meldepause

Im Übergang gelten die EBA-Stellungnahme zu IFRS 18 und ihre Hinweise zur FRTB-Anwendung ab 1. Januar 2027.

Bestehende Verlustmeldungen enthalten nur Daten, die nicht von der neuen granularen Taxonomie betroffen sind.

Beim Kreditrisiko- und IFRS-9-Benchmarking nutzen betroffene Institute weiter die Benchmarking-ITS 2026.

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