Fast zehn Millionen Stimmen zum neuen Euro-Banknotendesign
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Fast zehn Millionen Stimmen zum neuen Euro-Banknotendesign

An der öffentlichen Umfrage zur Gestaltung der künftigen Euro-Banknoten haben sich 9,96 Millionen Menschen beteiligt. Zwei Drittel der Rückmeldungen kamen nach Angaben der Europäischen Zentralbank von Personen unter 35 Jahren.

Breite Resonanz bei der jüngeren Generation

Zwischen dem 23. Juli und dem 21. September 2026 stimmten europaweit knapp zehn Millionen Bürger über zehn vorausgewählte Designentwürfe ab.

Die Entwürfe basieren auf den beiden Themen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“.

Insgesamt nahmen 2,6 Prozent der Bevölkerung des Euroraums an der Konsultation teil.

Besonders hoch war das Interesse bei jüngeren Menschen: Zwei Drittel aller Antworten stammten von Personen unter 35 Jahren.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hob die rege Beteiligung hervor: „Diese beachtliche Zahl zeigt, wie groß das Interesse der Europäer an ihren künftigen Banknoten ist.“

Um eine repräsentative Abbildung der Euroraum-Bevölkerung zu gewährleisten, wertet die Notenbank die Daten mit statistischen Standardmethoden aus.

Entscheidung zum Jahresende und Start ab 2030

Parallel zur öffentlichen Umfrage führte ein unabhängiges Institut eine repräsentative Erhebung im Währungsraum durch.

Gemeinsam mit den Empfehlungen einer Fachjury und technischen Prüfungen bilden die Ergebnisse die Grundlage für die Entscheidung des EZB-Rats über das finale Konzept, die für Ende 2026 vorgesehen ist.

Die Ausgabe der neuen Scheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen sowie optimierter Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit soll schrittweise ab Anfang der 2030er Jahre erfolgen.

Die aktuellen Euro-Banknoten behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Bürgernähe als Vertrauensanker

Die hohe Beteiligung unter 35-Jährigen widerlegt den Mythos vom desinteressierten Bargeldnutzer.

Die Bürgerbeteiligung sichert der EZB wertvolle Legitimation bei einem emotional besetzten Zahlungsmittel.

Bis zur Ausgabe ab 2030 bleibt das Verfahren jedoch primär ein gelungener PR-Schachzug.

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