122 Indikatoren erklären Bewegungen der US-Trendinflation
Carlos Montes-Galdón verknüpft mit Deep-π* neuronale Netze und Trendinflation. In der Gesamtschätzung für die USA erreichte der vorausschauende Trend im März 2021 seinen Höchststand, acht bis zwölf Monate vor dem gegenwartsbezogenen Trend.
Arbeitsmarkt treibt den persistenten Preisdruck
Deep-π* verarbeitet 122 US-Indikatoren von Februar 1970 bis Dezember 2025, insgesamt 671 Monatsbeobachtungen.
Zwei Schätzverfahren bestimmen den persistenten Teil heutiger Inflation beziehungsweise den Trend für Prognosen der nächsten zwölf Monate.
Shapley-Werte zerlegen Bewegungen in neun Indikatorgruppen.
Bei zeitvariabler Volatilität erklärt Beschäftigung 41 bis 52 Prozent des Anstiegs des aktuellen Trends seit Januar 2019 bis zum jeweiligen Höchststand.
Beim vorausschauenden Trend dominieren je nach Netzstruktur Realwirtschaft und Beschäftigung oder Geld und Kredit.
Die Trends erreichen nach der Pandemie 6,7 bis 7,5 Prozent; Preisindikatoren tragen höchstens 0,7 Prozentpunkte zum Anstieg um 4,9 bis 5,6 Prozentpunkte bei.
Früher beim Anstieg, später beim Rückgang
Bei monatlicher Neuschätzung von Dezember 2020 bis November 2023 liegen die Prognosefehler für die folgenden zwölf Monate 15 bis 18 Prozent unter denen des UC-SV-Modells, aber 4 bis 7 Prozent über einer Autoregression.
Anfang 2021 prognostiziert Deep-π* 3,8 bis 3,9 Prozent Jahresinflation, die professionelle Prognostikerumfrage nur 2,0 Prozent; tatsächlich folgen 7,3 Prozent.
Den Rückgang erfassen professionelle Prognostiker früher.
Im Dezember 2025 liegt der aktuelle Trend bei 2,7 Prozent, der vorausschauende bei 2,2 bis 2,4 Prozent.
Zurechnung ist keine Kausalität
Die Indikatorbeiträge identifizieren keine kausalen Effekte.
Der Prognosetest nutzt den Datenstand September 2026 und berücksichtigt daher keine damaligen Datenrevisionen; der frühe Gipfel stammt aus der Gesamtschätzung.
Die Arbeit vertritt die Position des Autors, nicht notwendigerweise die der Europäischen Zentralbank (EZB).