Schnabel wechselt Anfang 2027 von der EZB zum IWF
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Schnabel wechselt Anfang 2027 von der EZB zum IWF

EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel legt ihr Amt zum 3. Januar 2027 nieder und wechselt als Finanzberaterin sowie Direktorin der Abteilung Geld- und Kapitalmärkte zum Internationalen Währungsfonds (IWF). Bis zu ihrem Wechsel verbleibt sie im Amt.

Neuer Spitzenposten in Washington

Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums und des EZB-Rats, hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde über ihren Rücktritt zum 3. Januar 2027 informiert.

IWF-Chefin Kristalina Georgieva kündigte an, Schnabel mit Wirkung zum 4. Januar 2027 zur Finanzberaterin und Direktorin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Währungsfonds zu ernennen.

Bis zum Wechsel behält Schnabel ihre Aufgaben bei der EZB bei, wird jedoch mit sofortiger Wirkung von allen IWF-bezogenen Dossiers entbunden.

Der EZB-Rat beschloss nach einer Stellungnahme des Ethikausschusses, dass keine Karenzzeit erforderlich ist.

Die Nachfolge bestimmt der Europäische Rat nach Anhörung des Europäischen Parlaments und des EZB-Rats.

Sieben Jahre geldpolitische Prägung

EZB-Präsidentin Christine Lagarde würdigte Schnabels siebenjährige Arbeit im Führungsgremium der Notenbank.

Schnabel habe eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung der Inflation auf das mittelfristige Zwei-Prozent-Ziel gespielt und die Modernisierung der operativen Notenbankgeschäfte vorangetrieben.

„Isabels Einsatz für den öffentlichen Dienst war von unschätzbarem Wert für unsere Institution und die Menschen in Europa“, betonte Lagarde.

Falls nötig, werden Schnabels Zuständigkeiten nach ihrem Ausscheiden vorübergehend unter den verbleibenden Direktoriumsmitgliedern aufgeteilt.

Schwergewicht verlässt den EZB-Turm

Schnabels Abgang reißt eine fachliche Lücke in das EZB-Direktorium.

Die deutsche Ökonomin prägte den geldpolitischen Kurs in turbulenten Inflationsjahren wie kaum eine andere.

Dass der Wechsel nach Washington ohne Karenzzeit erfolgt, belegt ihr hohes Renommee, setzt Berlin und Brüssel bei der Nachfolge aber unter Zugzwang.

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