Konvergenzbericht: Wenig Fortschitt bei Euro-Einführung
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Konvergenzbericht: Wenig Fortschitt bei Euro-Einführung

Die EZB sieht wenig Fortschritt bei der Euro-Einführung in fünf Nicht-Euro-Ländern. Der heute veröffentlichte Konvergenzbericht 2026 zeigt anhaltende Hürden bei der wirtschaftlichen und rechtlichen Konvergenz.

Hürden auf dem Weg zur Einheitswährung

Der Konvergenzbericht 2026 der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt seit 2024 nur begrenzte Fortschritte der Nicht-Euro-Länder bei der wirtschaftlichen Annäherung an den Euroraum.

Externe Schocks wie der Krieg in der Ukraine und globale Spannungen bremsen die Konvergenz.

Die untersuchten Länder zeigten zwar wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, aber mit unterschiedlichem Wachstum.

Bei der Preisstabilität lagen drei von fünf Ländern (Rumänien, Ungarn, Polen) mit einer durchschnittlichen 12-Monats-Inflationsrate über dem Referenzwert von 2,7 Prozent.

Tschechien und Schweden blieben darunter.

Die Fiskaldefizite verschlechterten sich in den meisten Ländern seit 2024.

Ungarn, Polen und Rumänien überschritten 2025 den Defizit-Referenzwert von 3 Prozent des BIP.

Die Schuldenquoten werden voraussichtlich 2026 in Polen und Rumänien über den Referenzwert von 60 Prozent steigen.

Ungarn, Polen und Rumänien unterliegen zudem einem Verfahren bei übermäßigem Defizit, wobei keine Besserung vor Ende 2027 erwartet wird.

Wäh­rungs­schwan­kun­gen und rechtliche Hürden

Keines der untersuchten Länder nimmt am Wechselkursmechanismus (ERM II) teil; einige Währungen zeigten in den letzten Jahren erhebliche Schwankungen gegenüber dem Euro.

Bei den langfristigen Zinsen verzeichneten Polen, Ungarn und Rumänien eine durchschnittliche 12-Monats-Rate über dem Referenzwert von 5,1 Prozent.

Diese Länder lagen bereits im Bericht von 2024 über diesem Wert.

Die Qualität der Institutionen ist entscheidend für die Nachhaltigkeit der Konvergenz.

Mit Ausnahme Schwedens besteht in allen untersuchten Ländern, insbesondere in Ungarn und Rumänien, noch Aufholbedarf bei der Qualität der Institutionen und der Regierungsführung.

Zudem ist die nationale Gesetzgebung keines der fünf Länder vollständig mit den rechtlichen Anforderungen für die Euro-Einführung vereinbar.

Ein langer Weg für die Kandidaten

Der Bericht unterstreicht die anhaltenden und tiefgreifenden Herausforderungen für die Euro-Kandidaten.

Externe Schocks dienen als bequeme Erklärung, doch die eigentlichen Bremsklötze liegen in der fiskalischen Disziplin und der institutionellen Qualität der Länder selbst.

Ohne substanzielle interne Reformen bleibt die Euro-Einführung für die meisten dieser Staaten ein fernes Ziel.

Quelle: ECB reports on progress towards euro adoption

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