Einlagenzins steigt um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent
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Einlagenzins steigt um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent

25 Basispunkte mehr: Der EZB-Rat hat den Einlagenzins im September auf 2,50 Prozent angehoben. Bei der Sitzung in Berlin begründeten die Notenbanker den Schritt mit anhaltendem Preisdruck durch teure Energie.

Lane treibt Zinsschritt gegen den Preisschock voran

Chefvolkswirt Philip Lane begründete die Anhebung des Einlagenzinses auf 2,50 Prozent mit dem anhaltenden Teuerungsschub durch den Nahost-Konflikt.

Alle Ratsmitglieder schlossen sich seinem Vorschlag an.

Die Gesamtinflation im Euroraum war im August auf 3,3 Prozent gestiegen, getrieben von einem Anstieg der Energiepreise um 14,3 Prozent.

Rohöl verteuerte sich auf 97 US-Dollar je Barrel, während europäisches Gas 73 Euro je Megawattstunde erreichte.

Die neuen Projektionen der Notenbank korrigierten die Inflationsaussichten für 2027 auf 2,5 Prozent und für 2028 auf 2,1 Prozent nach oben.

Lane betonte, der Zinsschritt bleibe über unterschiedliche Szenarien hinweg eine robuste Entscheidung.

Widerstandskraft dämpft Zinssorgen an den Märkten

Isabel Schnabel verwies auf die weltweit gestiegenen Langfristrenditen und eine leichte Straffung der Finanzierungsbedingungen.

Gleichzeitig erwies sich die Konjunktur im Euroraum als widerstandsfähig: Für 2026 prognostiziert die Notenbank ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent, für 2027 von 1,4 Prozent.

Die Arbeitslosenquote verharrte im Juli bei 6,4 Prozent.

Die Kreditzinsen für Unternehmen stiegen im Juni und Juli auf 3,8 Prozent.

Für künftige Sitzungen legte sich der Rat nicht fest, sondern bekräftigte seinen Kurs von Treffen zu Treffen.

Teurer Reflex auf externe Schocks

Der Zinsschritt signalisiert Härte, bekämpft jedoch importierte Energiepreise jenseits geldpolitischer Kontrolle.

Die Notenbank bremst damit die heimische Wirtschaft, ohne das tatsächliche Preisproblem lösen zu können.

Hinter der betonten Datenabhängigkeit verbirgt sich vor allem Ratlosigkeit vor geopolitischen Schocks.

Quelle: Meeting of 9-10 September 2026

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