Cipollone kündigt neue Euro-Banknoten neben digitalem Euro an
ECB Rede

Cipollone kündigt neue Euro-Banknoten neben digitalem Euro an

EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone hat in Brüssel die dauerhafte Rolle des Bargelds neben dem künftigen digitalen Euro bekräftigt. Bereits über neun Millionen Bürger beteiligten sich an der laufenden Umfrage zur Neugestaltung der Euro-Banknoten.

Neun Millionen Stimmen für neue Banknoten

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Neugestaltung der Euro-Banknoten voran.

Über 31 Milliarden Scheine im Wert von mehr als 1,6 Billionen Euro befinden sich derzeit im Umlauf.

An der bis zum 21. September 2026 laufenden Online-Umfrage zu zehn ausgewählten Motiventwürfen nahmen laut Piero Cipollone bereits mehr als neun Millionen Menschen teil.

Zur Auswahl stehen Entwürfe aus den beiden Hauptthemen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“.

Der EZB-Rat wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres über das finale Design entscheiden.

Die schrittweise Einführung der neuen Banknoten-Serie ist für das kommende Jahrzehnt geplant.

Zwei Säulen des öffentlichen Geldes

Physisches Bargeld und digitaler Euro schließen sich laut Cipollone nicht aus, sondern ergänzen sich als Formen öffentlichen Zentralbankgeldes.

Bargeld bleibe unverzichtbar für die Krisenresilienz bei Stromausfällen oder Cyberangriffen und schütze die Privatsphäre.

Durch den Beitritt Bulgariens umfasst der Euroraum mittlerweile 21 Staaten mit über 358 Millionen Bürgern.

Das Gesetzespaket zur einheitlichen Währung soll die Annahmepflicht von Scheinen und Münzen rechtlich absichern.

Bürgernähe als strategisches Schutzschild

Mit der Bürgerbeteiligung betreibt die EZB gezieltes Marketing, um Befürchtungen vor einer Bargeldabschaffung zu zerstreuen.

Physisches Geld bleibt als analoger Notfallanker im Zahlungsverkehr unverzichtbar.

Ob neue Naturmotive die nachlassende Nutzung im Alltag bremsen können, bleibt jedoch zweifelhaft.

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