SPF-Umfrage senkt BIP-Wachstum für 2026 auf 0,6 Prozent
ECB Press

SPF-Umfrage senkt BIP-Wachstum für 2026 auf 0,6 Prozent

Die EZB hat die Ergebnisse des Survey of Professional Forecasters für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Während die langfristigen Inflationserwartungen bei 2,0 Prozent verharren, revidieren die Experten das BIP-Wachstum für 2026 deutlich nach unten.

In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen bleiben weitgehend stabil

Experten schrauben ihre Erwartungen für die Teuerung im Euroraum nur minimal nach oben.

Laut der EZB-Umfrage unter professionellen Forecastern verharren die Headline-Inflationserwartungen für 2026 bei 2,7 Prozent und für 2028 bei 2,0 Prozent, während der Wert für 2027 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent steigt.

Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel für 2026 wird um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent nach oben revidiert, was die jüngsten Daten widerspiegelt.

Langfristig für das Jahr 2031 bleiben sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation exakt auf dem EZB-Zielwert von 2,0 Prozent verankert.

Die Risiken für die Inflation im laufenden Jahr 2026 sind leicht aufwärtsgerichtet.

Gedämpftes Wachstum und stabiler Arbeitsmarkt

Deutlicher fallen die Korrekturen beim Wirtschaftswachstum aus.

Die befragten Ökonomen senken ihre Prognose für das reale BIP-Wachstum im Jahr 2026 kräftig um 0,4 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent, für 2027 geht es um 0,1 Punkte auf 1,2 Prozent nach unten.

Der längerfristige Ausblick für 2031 sinkt ebenfalls leicht auf 1,2 Prozent.

Am Arbeitsmarkt zeigt sich indes Kontinuität: Die erwartete Arbeitslosenquote verharrt für 2026 und 2027 stabil bei 6,3 Prozent.

Hartnäckige Kernteuerung, schwächelnde Konjunktur

Die SPF-Daten offenbaren ein ungemütliches Szenario aus nachlassender Konjunktur und hartnäckiger Kerninflation.

Insbesondere die drastische Abwärtsrevision des Wachstums für 2026 unterstreicht die realen Bremsspuren in der Wirtschaft.

Dennoch bleibt die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik durch fest verankerte langfristige Erwartungen bei zwei Prozent vorerst geschützt.

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