SAFE dokumentiert Fragebogen und Brüche in Finanzierungsreihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht am 26. Oktober 2026 die SAFE-Dokumentation mit Stand zum dritten Quartal 2026. Sie erfasst Fragebogenfassungen und methodische Änderungen der Unternehmensbefragung zum Finanzierungszugang.
Neue Fragen verändern die Vergleichbarkeit
Die SAFE-Dokumentation stellt Fragebogenfassungen vom ersten Halbjahr 2009 bis zum dritten Quartal 2026 gegenüber.
Sie erläutert Änderungen an Unternehmensmerkmalen, Finanzierungsquellen und betrieblichen Kennzahlen.
Seit dem ersten Halbjahr 2014 fragt Q4 zunächst, ob ein Finanzierungsinstrument relevant ist, danach nach seiner Nutzung.
Die Umformulierung erhöhte den Anteil der als nicht relevant eingestuften Instrumente und verringerte den Gegenanteil; frühere Daten sind nicht direkt vergleichbar.
Auch der Wechsel von Nettozinsaufwendungen zu Zinsaufwendungen verursachte einen Reihenbruch.
Die EZB begründet die Vereinfachung mit Verständnisschwierigkeiten der Befragten.
Größenklassen und Belastungen getrennt erfassen
Die Beschäftigtenklassen umfassen 1–9, 10–49, 50–249 sowie mindestens 250 Personen; berücksichtigt werden Beschäftigte ab 12 Wochenstunden.
Die Umsatzklassen reichen bis 500.000 Euro, über 500.000 bis 1 Mio., über 1 bis 2 Mio., über 2 bis 10 Mio., über 10 bis 50 Mio. und über 50 Mio. Euro.
Betriebliche Belastungen bewerten Unternehmen auf einer Skala von 1 bis 10. Dazu zählen Kundengewinnung, Wettbewerb, Finanzierungszugang, Produktions- und Arbeitskosten, Fach- und Führungskräfte sowie Regulierung.
Reihenbruch bleibt Reihenbruch
Die Vergleichbarkeit hängt hier von der jeweiligen Fragebogenfassung ab.
Bei Q4 veränderte bereits die Umformulierung die Zuordnung zu relevanten und nicht relevanten Finanzierungsquellen.
Eine Veränderung dieser Anteile ist daher nicht allein als veränderte Finanzierungslage zu lesen.