Anleger erkennen Druck im Horrorfilm eher als beim Investieren
Laut britischer Finanzmarktaufsichtsbehörde (FCA) erkennen 65 Prozent eine Warnung vor der „einzigen Chance“ als Horrorfilm-Falle. Bei einer Anlage mit „letzter Kaufchance“ reagieren nur 36 Prozent skeptischer.
Kaufdruck statt eigener Prüfung
Eine letzte Kaufchance setzt 37 Prozent unter Druck, rasch zu investieren.
Zeitdruck wie in „Saw“ erkennen 59 Prozent als Mittel, Figuren zu unüberlegtem Handeln zu bewegen; nur 5 Prozent misstrauen dem Druck eines steigenden Anlagekurscharts.
47 Prozent erkennen bekannte Gefahren im neuen Gewand bei Horrorfortsetzungen.
Nur 12 Prozent begegnen einem neuartigen Anlageprodukt ähnlich skeptisch; jeden Zehnten reizt dessen Neuheit zum Kauf.
Gruppendruck erkennen 80 Prozent im Horrorszenario; 29 Prozent vertrauen dagegen auf Begeisterung von Freunden oder Gruppenchats statt eigener Recherche.
Lucy Castledine, FCA-Direktorin für Verbraucherinvestitionen, warnt vor Euphorie, Zeitdruck und der Angst, etwas zu verpassen.
666 Befragte und ein Training
Attest befragte für die FCA am 9. Oktober 2026 insgesamt 666 Personen in Großbritannien zwischen 18 und 40 Jahren.
Alle besitzen Anlagen oder ziehen Käufe binnen zwölf Monaten in Betracht.
Rund die Hälfte hält ein steuerbegünstigtes Aktiensparkonto (ISA), jeder Vierte Kryptowährungen und fast jeder Zehnte NFTs.
Bei ersten Tests mit mehr als 600 Privatanlegern senkte ein Training des FCA-Instruments Hype Type Revealer risikoreiche Anlageentscheidungen um 34,9 Prozent; der Effekt bestand auch nach sieben Tagen.
Erst prüfen, dann investieren
Die FCA rät, Anlagen selbst zu prüfen und ihre Eignung abzuwägen.
Ihre Kampagne InvestSmart unterstützt informierte Anlageentscheidungen.
Der Hype Type Revealer soll persönliche Einflussfaktoren sichtbar machen und helfen, sich nicht von Anlageeuphorie mitziehen zu lassen.