Ermittler stoppen illegalen P2P-Krypto-Handel in London
Keine Registrierung, keine Erlaubnis: Die britischen Behörden haben bei einem koordinierten Einsatz in London drei illegale Krypto-Handelsplätze gestoppt. Die Finanzaufsicht FCA erließ am 10. September 2026 Unterlassungsverfügungen gegen alle betroffenen Betreiber.
Null registrierte Anbieter im gesamten Land
Die Financial Conduct Authority (FCA), die Steuerbehörde HMRC und die Metropolitan Police gingen am 10. September 2026 gezielt gegen drei Londoner Adressen vor.
An allen Standorten stellten die Ermittler Unterlassungsverfügungen aus, um den mutmaßlich illegalen Handel sofort zu stoppen.
Im Vereinigten Königreich existiert derzeit kein einziges bei der FCA registriertes Peer-to-Peer-Kryptounternehmen.
Wer diesen Handel gewerblich betreibt, umgeht systematisch die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
FCA-Direktor Steve Smart stellte klar: „Wer ein nicht registriertes Peer-to-Peer-Kryptogeschäft betreibt, sollte davon ausgehen, dass wir ihn im Visier haben.“
Geldwäschebekämpfung als schärfste Waffe
Die Razzia baut auf einer vorangegangenen Aktion aus dem April auf, deren Beweismittel bereits in laufenden Strafverfahren genutzt werden.
Die Behörden stützen sich bei ihren Maßnahmen auf die Geldwäscheverordnung von 2017.
Bereits zuvor hatte die Aufsicht ein illegales Krypto-Geldautomaten-Netzwerk zerschlagen und Festnahmen mutmaßlicher Krypto-Börsenbetreiber unterstützt.
Abgesehen von Geldwäscherichtlinien und Werbevorschriften bleiben Krypto-Assets in Großbritannien bis mindestens Oktober 2027 weitgehend unreguliert.
Katz-und-Maus-Spiel im Regulierungsvakuum
Drei geschlossene Standorte sind ein sichtbares Warnsignal, lösen das strukturelle Problem des Schattenhandels aber nicht.
Solange ein umfassender Regulierungsrahmen bis Ende 2027 fehlt, bleiben behördliche Razzien reine Schadensbegrenzung.
Für Verbraucher bleibt das Krypto-Segment mangels echter Kontrollen ein hochriskantes Minenfeld.