Neue Melderegeln sparen Finanzbranche 108 Millionen Pfund
Die britische Finanzaufsicht FCA vereinfacht die Pflichten zur Transaktionsmeldung grundlegend. Die Reform reduziert Datenfelder, streicht doppelte Berichtspflichten und entlastet Unternehmen ab April 2028 um jährlich 108 Millionen Pfund.
Weniger Felder, Millionen Ersparnis
Die Aufsichtsbehörde streicht überflüssige Vorgaben bei Transaktionsmeldungen, um Aufwand und Regulierungskosten drastisch zu senken.
Konkret wird die Anzahl der verpflichtenden Datenfelder von 65 auf 52 reduziert.
Devisenderivate werden vollständig aus der Berichtspflicht gestrichen, wovon mehr als 400 Finanzinstitute profitieren.
Zudem entfällt die Meldepflicht für rund sieben Millionen Finanzinstrumente wie Aktien, Anleihen und Derivate, die ausschließlich an EU-Handelsplätzen gehandelt werden, was allein 32 Millionen Pfund spart.
Der Zeitraum für Korrekturen historischer Meldefehler wird von fünf auf drei Jahre verkürzt.
Dadurch sinkt die Gesamtzahl erneut einzureichender Berichte um ein Drittel.
Insgesamt fallen die jährlichen Systemkosten der Branche von 493 auf 385 Millionen Pfund.
Flexibler Zeitplan und Kooperation
Die Neuregelung tritt am 3. April 2028 in Kraft, um den Unternehmen ausreichend Vorlauf für Systemanpassungen und Tests zu gewähren.
Vorbereitete Institute können ausgewählte Vereinfachungen jedoch schon früher nutzen.
Transaktionsberichte seien zwar das Rückgrat der Marktüberwachung gegen Finanzkriminalität, sagte Therese Chambers von der Aufsicht.
Ziel sei es aber, hohe Datenqualität ohne unnötige Belastungen zu sichern.
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Bank of England stimmt die Regeln weiter harmonisiert ab.
Überfällig, aber mit Bremse
Der Rückbau des überbordenden Melderegimes ist ein längst überfälliges Signal für den Finanzplatz.
Der lange Vorlauf bis 2028 nimmt der Entlastung jedoch spürbar den Schwung.
Entscheidend bleibt, ob die reduzierten Daten für die effektive Marktüberwachung genügen.