655.000 Pfund nach Betrug an Opfer zurückgezahlt
FCA Press

655.000 Pfund nach Betrug an Opfer zurückgezahlt

Nach einer gerichtlichen Anordnung erhalten Opfer des Betrügers John Burford 655.951 Pfund und damit nahezu 99 Prozent ihrer Investitionen zurück. Der 86-Jährige war zuvor wegen Anlagebetrugs in Höhe von einer Million Pfund verurteilt worden.

Konfiszierte Millionen für die Geschädigten

Die Opfer des verurteilten Betrügers John Burford erhalten fast ihr gesamtes Geld zurück.

In einer Anhörung am Southwark Crown Court wurde am 27. Juli 2026 eine Einziehungsanordnung über 655.951,40 Pfund gegen den 86-Jährigen erlassen.

Diese Summe entspricht dem gesamten Wert der verfügbaren Vermögenswerte, die das Gericht ermitteln konnte.

Zusammen mit früheren Zahlungen an Investoren werden damit schätzungsweise 99 Prozent der ursprünglich von rund 70 bekannten Opfern investierten Gelder zurückgegeben.

Burford hatte in den Jahren zuvor über 100 Anleger um eine Million Pfund betrogen, indem er unautorisiert angebliche Investmentfonds anbot und Gelder für den privaten Immobilienerwerb missbrauchte.

Haftstrafe droht bei Zah­lungs­ver­wei­ge­rung

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das konsequente Vorgehen gegen unlizenzierte Finanzakteure.

Steve Smart, Exekutivdirektor für Durchsetzung und Marktübergabe bei der Aufsicht, betonte, dass das Einziehen gestohlener Gelder ein klares Signal gegen kriminelle Machenschaften sende.

Sollte Burford die angeordnete Summe nicht innerhalb von drei Monaten begleichen, droht ihm eine zusätzliche Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Bereits im September 2025 war er wegen des Betrugs zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Konsequenter Durchgriff mit Signalwirkung

Die fast vollständige Schadenswiedergutmachung in diesem Betrugsfall ist ein beachtlicher Erfolg für die Behörden.

Sie unterstreicht, dass konsequente Vermögensabschöpfung ein wirksames Mittel zur Schadensbegrenzung darstellt.

Dennoch bleibt der Fall ein mahnendes Beispiel für die Risiken unlizenzierter Finanzprodukte.