851.000 Pfund aus Krypto-Betrug fließen an Opfer zurück
Opfer eines Krypto-Anlagebetrugs über 1,5 Millionen Pfund erhalten entschädigende Zahlungen. Das Southwark Crown Court erließ am 28. September 2026 Einziehungsanordnungen in Höhe von insgesamt über 851.000 Pfund gegen die beiden verurteilten Täter Raymondip Bedi und Patrick Mavanga.
Kaltakquise und Scheinfirmen
Raymondip Bedi muss 603.404,28 Pfund zahlen, Patrick Mavanga 247.997,99 Pfund.
Die beiden Männer hatten zwischen Februar 2017 und Juni 2019 über Scheinfirmen wie CCX Capital und Astaria Group LLP mindestens 65 Anleger per Telefonakquise getäuscht und um insgesamt 1.541.799 Pfund gebracht.
Die britische Finanzaufsicht FCA hat die geschädigten Investoren identifiziert und leitet die eingezogenen Gelder an sie weiter.
Zahlen die Täter nicht innerhalb von drei Monaten, droht Bedi eine zusätzliche Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und Mavanga von bis zu zwei Jahren.
Steve Smart von der FCA betonte: „Diese Anordnungen bringen die Opfer der Rückzahlung ihres Geldes einen Schritt näher.“
Haftstrafen und Gesetzesrahmen
Bereits im Juli 2025 waren die beiden Drahtzieher nach einer Strafverfolgung durch die FCA verurteilt worden: Bedi zu fünf Jahren und vier Monaten, Mavanga zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft.
Die nun verhängten Einziehungsanordnungen basieren auf dem britischen Proceeds of Crime Act 2002.
Dieses Gesetz verpflichtet Straftäter, den finanziellen Ertrag aus kriminellen Handlungen oder den Wert ihrer verbliebenen Vermögenswerte abzuführen.
Der Kampf gegen Finanzkriminalität bildet einen Schwerpunkt der Fünfjahresstrategie der FCA.
Schadensbegrenzung mit Makeln
Die Einziehung von über 851.000 Pfund ist ein seltener Teilerfolg für geprellte Privatanleger.
Dass die juristische Aufarbeitung fast ein Jahrzehnt dauert, zeigt jedoch die Trägheit des Systems.
Nachträgliche Pfändungen können Prävention und strenge Marktzugangsregeln nicht ersetzen.