Berufsverbot für Nurul Miah nach Veruntreuung von 28 Mio. Pfund
Die britische Finanzaufsicht FCA sperrt den früheren Kanzleimanager Nurul Miah dauerhaft für die Finanzbranche. Zuvor hatte eine Untersuchung ergeben, dass er unbefugt über 28 Millionen Pfund an Kundengeldern entwendete.
Millionenschaden auf Kanzleikonten
Die Solicitors Regulation Authority (SRA) deckte auf, dass Nurul Miah, der auch unter den Namen Neil Mia und Neil Miah auftrat, zwischen April 2019 und Juli 2020 als nicht-juristischer Manager bei Kingly Solicitors Limited agierte.
In dieser Zeit veranlasste oder duldete er den unbefugten Abzug von mehr als 28 Millionen Pfund von Kundenkonten.
Über zehn Millionen Pfund dieser Gelder blieben spurlos verschwunden und wurden von Miah nachweislich für persönliche Zwecke verwendet.
Die FCA entzog ihm daraufhin jegliche Zulassung wegen fehlender Integrität.
Therese Chambers, Exekutivdirektorin für Marktaufsicht, erklärte: „Miah hat unredlich Kundengelder zu seinem eigenen Vorteil genutzt. Er hat im Finanzsektor keinen Platz mehr.“
Zulassung aus dem Jahr 2016 widerrufen
Bereits 2016 hatte die FCA Miah für leitende Führungspositionen bei dem unabhängigen Beratungsunternehmen Oracle Consultants Ltd zugelassen.
Die nun verhängte Sperre schließt ihn dauerhaft von allen beaufsichtigten Funktionen im Finanzsektor aus.
Mit der Veröffentlichung der Entscheidung will die Behörde sicherstellen, dass regulierte Firmen und Verbraucher über Miahs Ausschluss informiert sind, um das Vertrauen in die Integrität des Marktes zu schützen.
Notwendig, aber reichlich spät
Der Ausschluss durch die FCA ist die zwingende Konsequenz eines gravierenden Fehlverhaltens.
Dass ein Manager trotz Aufsichtszulassung jahrelang Millionen abzweigen konnte, offenbart bedenkliche Kontrolllücken.
Für die Glaubwürdigkeit der Branche kommt die Sanktion spät, aber unumgänglich.