Banken schließen 238.000 Finanzagenten-Konten
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Banken schließen 238.000 Finanzagenten-Konten

Britische Finanzinstitute haben im Jahr 2025 insgesamt 238.396 verdächtige Finanzagenten-Konten geschlossen. Laut einer Untersuchung der britischen Finanzaufsicht FCA nutzen Kriminelle zunehmend mehrstufige Kontenketten zur Geldwäsche vor der Auszahlung.

Ketten aus Scheinkonten

Britische Finanzinstitute haben 2025 insgesamt 238.396 verdächtige Konten sogenannter Finanzagenten geschlossen – nach 233.269 im Jahr 2024 und 184.935 im Jahr 2023.

Nach Schätzungen der National Crime Agency (NCA) werden jährlich über 100 Milliarden Pfund über das Vereinigte Königreich gewaschen.

Die meisten Schließungen betrafen Kunden im Alter von 26 bis 39 Jahren mit 91.073 Konten, gefolgt von der Gruppe bis 25 Jahre mit 85.425 Konten.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen, bei der die Schließungen von 25.760 im Jahr 2024 auf 37.274 im Jahr 2025 stiegen.

Die Untersuchung von 35 Instituten belegt ein systematisches Vorgehen krimineller Banden.

Verschleierung bis zum fünften Konto

Kriminelle transferieren Gelder meist über zwei bis fünf Zwischenkonten, bevor sie bar oder per Karte abfließen.

Diese mehrstufige Weiterleitung erschwert die Rückverfolgung für die Ermittler erheblich.

Steve Smart von der FCA betonte: „Das Einschleusen von Finanzagenten ist eine Straftat und keineswegs opferlos.“

Einige Konten wurden wiederholt für Betrug genutzt, was auf feste kriminelle Strukturen hinweist.

Eine Arbeitsgruppe aus Behörden und 22 Firmen prüfte 140 Fälle.

Reaktiv reicht nicht mehr aus

Die Rekordzahl geschlossener Konten zeigt zwar verbesserte Kontrollen, greift im Systemkampf aber zu spät.

Wenn Gelder erst nach mehreren Zwischenstationen gestoppt werden, ist der Schaden für Opfer längst entstanden.

Nur ein lückenloser Echtzeit-Datenaustausch aller Institute kann diese professionellen Geldwäscheketten effektiv brechen.

Quelle: Firms crack down on money mules but need to do more

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