Gerichtsverfahren gegen HTX (Huobi) und unbekannte Betreiber
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat am 21. Oktober 2025 ein Gerichtsverfahren gegen Huobi Global S.A. und weitere unbekannte Betreiber der HTX Exchange eingeleitet. Ein Gerichtsbeschluss vom 4. Februar 2026 erlaubt die Zustellung über die Gerichtsbarkeit hinaus.
Unbekannte Betreiber der HTX Exchange im Visier
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat am 21. Oktober 2025 ein Gerichtsverfahren vor dem High Court gegen Huobi Global S.A., ein in Panama registriertes Unternehmen, sowie mehrere Gruppen 'unbekannter Personen' eingeleitet.
Diese 'unbekannten Personen' umfassen die Eigentümer, Kontrolleure oder Betreiber der Kryptobörse www.htx.com und ihrer mobilen Anwendungen.
Ebenfalls betroffen sind die im HTX-Plattform-Nutzungsvertrag vom 13. Juli 2023 definierten HTX-Betreiber sowie Personen, die im Namen der HTX Exchange auf sozialen Medien wie X, Facebook, Instagram, Telegram, TikTok, YouTube, Discord, Medium und LinkedIn für die Plattform werben.
Die Klage erstreckt sich auch auf zukünftige Eigentümer oder Kontrolleure der HTX Exchange bis zum 31. Oktober 2028, die in die genannten Kategorien fallen.
Gericht erlaubt Zustellung außerhalb der Gerichtsbarkeit
Am 4. Februar 2026 erteilte der High Court der FCA die Genehmigung, die Klageschrift auch außerhalb der Gerichtsbarkeit und auf alternativem Wege zuzustellen.
Diese Entscheidung, die in einem Beschluss von Deputy Master Dovar festgehalten ist, ermöglicht es der Aufsichtsbehörde, die rechtlichen Schritte gegen die genannten Parteien effektiv voranzutreiben.
Zu den wesentlichen Dokumenten des Verfahrens gehören die Klageschrift und die Klagebegründung, beide datiert auf den 21. Oktober 2025, sowie ein Antrag vom 22. Oktober 2025 und der gerichtliche Beschluss vom 4. Februar 2026. Personen, die sich als eine der 'unbekannten Personen' identifizieren, werden aufgefordert, die FCA zu kontaktieren, um weitere Verfahrensdokumente anzufordern.
Wichtiger Schritt gegen anonyme Krypto-Akteure
Dieses Vorgehen der FCA unterstreicht die zunehmende Entschlossenheit der Regulierungsbehörden, auch im schwer fassbaren Kryptobereich durchzugreifen.
Die Klage gegen 'unbekannte Personen' zeigt die Herausforderungen bei der Identifizierung von Akteuren in dezentralisierten oder intransparenten Strukturen auf.
Für den Markt signalisiert dies eine verstärkte Regulierung und den Druck auf Krypto-Plattformen, ihre Betreiber transparent zu machen.