Liam Coleman übernimmt Vorsitz beim Financial Ombudsman Service
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Liam Coleman übernimmt Vorsitz beim Financial Ombudsman Service

Die britische Finanzaufsicht FCA hat Liam Coleman mit Zustimmung des Finanzministeriums zum ständigen Vorsitzenden des Financial Ombudsman Service ernannt. Seine dreijährige Amtszeit beginnt am 10. Oktober 2026 nach einem einjährigen Interims-Vorsitz.

Drei Jahre Mandat nach Übergangsphase

Coleman übernimmt die Leitung der britischen Schlichtungsstelle ab dem 10. Oktober 2026 für drei Jahre, nachdem er das Amt bereits ein Jahr lang kommissarisch führte.

„Liam hat im vergangenen Jahr starke Führung und wertvolle Einblicke eingebracht“, betonte FCA-Vorsitzender Ashley Alder.

Seine langjährige Erfahrung sei unverzichtbar, um ein vorhersehbares und faires Entschädigungssystem zu gewährleisten.

Coleman erklärte, der Dienst spiele eine entscheidende Rolle für das Vertrauen in das Finanzsystem.

Neben dieser Funktion leitet er den London & Quadrant Housing Trust und war zuvor unter anderem bei der Nationwide Building Society, der Royal Bank of Scotland, der Co-operative Bank sowie beim britischen Gesundheitsdienst NHS tätig.

Umbau der britischen Streitschlichtung

Die Ernennung erfolgt auf Grundlage des Financial Services and Markets Act 2000, der die Zustimmung des britischen Schatzamtes vorschreibt.

Der Financial Ombudsman Service fungiert als unabhängige Instanz zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Finanzunternehmen und Verbrauchern bei Bankgeschäften, Krediten, Hypotheken oder Versicherungen.

Seit April 2019 umfasst sein Mandat zudem größere kleine und mittlere Unternehmen sowie Schadenregulierer.

Gemeinsam mit der Regierung arbeiten FCA und Ombudsmann an einer umfassenden Reform des britischen Beschwerdewesens.

Ruhe an der Spitze, Reformstau im System

Stabilität an der Spitze verschafft der Behörde die nötige Ruhe für anstehende Reformen.

Colemans Ernennung signalisiert Verlässlichkeit für die Institute, lässt jedoch neue strategische Impulse vermissen.

Der wahre Härtetest folgt erst, wenn das chronisch geforderte Schlichtungssystem tatsächlich praxistauglich modernisiert wird.

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