Rathi kündigt intensiveren Einsatz gegen systemweite Risiken an
Nikhil Rathi, Chef der britischen Finanzaufsicht (FCA), kündigte am 22. Oktober 2026 in London einen entschlosseneren Einsatz bestehender Befugnisse an. Technologie und engere Kooperation sollen Marktintegrität und Innovation sichern.
Bestehende Befugnisse stärker nutzen
Die FCA will systemweite Risiken stärker bekämpfen, auch wenn deren Ursachen außerhalb ihres unmittelbaren Aufsichtsbereichs liegen.
Rathi nannte Marktmissbrauch, Cyberrisiken, Konzentration und grenzüberschreitende Finanzkriminalität.
KI, dezentrale Finanzmärkte und Handel rund um die Uhr beschleunigten den Wandel; Gesetzgebung und Aufsicht hielten nicht Schritt.
Als Instrumente verwies er auf vier Gesetze, das Regime für kritische Drittanbieter und erweiterte Geldwäschekompetenzen.
KI-Agenten sollen Meldungen und Millionen Datenzeilen auswerten, damit Fachleute über Manipulation und systemweite Risiken entscheiden können.
Partnerschaften mit Polizei, Steuerbehörden und internationalen Aufsehern sollen die Wirkung verstärken.
Weniger Prüfaufwand, gezieltere Geldwäschebekämpfung
Bis zu 8 Prozent der Bankbelegschaften bekämpfen Finanzkriminalität; Rathi forderte bessere Ergebnisse statt übermäßiger Datensammlung.
Vizechefin Sarah Pritchard soll doppelte Prüfprozesse abbauen und das Modell der drei Verteidigungslinien prüfen.
Operativchef Johan Sekora soll beim Einbezug von über 60.000 Dienstleistungsunternehmen tatsächliche Geldwäsche stärker aufdecken.
Kundendaten, Transaktions- und Sanktionskontrollen bleiben relevant.
Mit der Bank of England plant die FCA einen Fahrplan für digitale Vermögenswerte, verzahnt mit Chris Woolards Branchenarbeit.
Der Aufsichtsperimeter ist keine Risikogrenze
Rathi stellt Schäden im beaufsichtigten Markt über die Frage, wo sie entstehen.
Mehr erkannte Risiken bedeuten nach seiner Darstellung auch eine offenere Auswahl, wofür die FCA Ressourcen einsetzt.
Das Parlament soll Verantwortung über institutionelle Zuständigkeitsgrenzen hinweg sichern.
Quelle: Market integrity in a digital age
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