ESG-Ratinganbieter benötigen ab Juni 2028 eine Zulassung
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ESG-Ratinganbieter benötigen ab Juni 2028 eine Zulassung

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) unterstellt ESG-Ratinganbieter erstmals ihrer Aufsicht. Ab 29. Juni 2028 benötigen Anbieter im britischen Markt grundsätzlich eine Zulassung; Anträge sind ab 24. Juni 2027 in gestaffelten Zeitfenstern vorgesehen.

Transparenz wird zur Pflicht

Die Regeln sollen ESG-Ratings transparenter, verlässlicher und vergleichbarer machen und Anlegern fundiertere Entscheidungen ermöglichen.

Sie erfassen Transparenz, Unternehmensführung, Systeme und Kontrollen, Interessenkonflikte sowie den Austausch mit Nutzern und bewerteten Unternehmen.

Anforderungen richten sich nach Größe und Tätigkeit der Anbieter.

Internationale und bestehende Standards, darunter Empfehlungen der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO), prägen den Rahmen.

Laura Dawes, FCA-Direktorin für Zulassungen und nachhaltige Finanzen, fordert Anbieter auf, ihre Betroffenheit zu prüfen und die Zulassung vorzubereiten.

Leitlinien, Webinare und Beratung vor Antragstellung unterstützen sie dabei; Firmen sollen Regeln prüfen und früh Kontakt aufnehmen.

Vom Gesetz zur Zulassung

Im Oktober 2025 stellte der Gesetzgeber ESG-Ratings unter FCA-Zuständigkeit; 95 Prozent der Antworten auf die Regierungskonsultation unterstützten dies.

Die FCA-Konsultation CP25/34 lief vom 1. Dezember 2025 bis 31. März 2026.

PS26/22 enthält die endgültigen Regeln.

Ab 24. Juni 2027 gelten gestaffelte Antragsfenster; die FCA empfiehlt frühe Anträge im jeweiligen Fenster.

Ab 29. Juni 2028 sind Zulassung und einschlägige Erlaubnis vor Tätigkeitsbeginn erforderlich, sofern keine Ausnahme greift.

Ratings helfen Vermögensverwaltern, Kreditgebern und Referenzwertadministratoren bei Kapitalallokation und Risiken.

Verfahren statt Nach­hal­tig­keits­vor­ga­ben

Die Aufsicht regelt Erstellung, Steuerung und Kommunikation von ESG-Ratings.

Eine Nachhaltigkeitssicht oder Methodik schreibt sie nicht vor.

Laut FCA-Erhebung Financial Lives 2024 wollten 72 Prozent der Erwachsenen mit Anlagen oder beitragsorientierter Altersvorsorge neben Rendite auch Gutes bewirken.

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