Fonds für illiquide Anlagen erhalten 90 Tage Kündigungsfrist
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Fonds für illiquide Anlagen erhalten 90 Tage Kündigungsfrist

Die britische Finanzaufsicht FCA schlägt eine Mindestrückgabefrist von 90 Tagen für Fonds mit illiquiden Anlagen wie Immobilien vor. Der Entwurf soll Notverkäufe sowie Aussetzungen verhindern und gewährt bestehenden Fonds eine Übergangsfrist von zwei Jahren.

Das Ende täglicher Li­qui­di­täts­ver­spre­chen

Bislang erlauben einige Fonds für schwer veräußerbare Werte wie Immobilien tägliche Anteilsrückgaben ohne jede Vorankündigung.

In Marktphasen mit erhöhtem Stress drohen diesen Vehikeln jedoch Liquiditätsengpässe, Zwangsaussetzungen oder überhöhte Barbestände, die die Rendite schmälern.

Zudem schaden überstürzte Notverkäufe den verbleibenden Anlegern.

Die britische Finanzaufsicht FCA will das beenden: Investoren müssen künftig eine Frist von mindestens 90 Tagen einhalten, bevor sie Anteile einlösen können.

„Fonds sollten klarstellen, ob sie schnellen Zugriff bieten oder für längerfristige Anlagen wie Immobilien konzipiert sind“, betonte FCA-Marktdirektorin Michelle Beck.

Zwei Jahre Schonfrist für Bestandsfonds

Die Reform betrifft autorisierte Fondsverwalter von Nicht-OGAW-Publikumsfonds (NURS) mit illiquiden Sachwerten.

Für bestehende Fonds sieht das Papier eine zweijährige Übergangsfrist vor, verbunden mit einer mindestens einjährigen Vorankündigung für Investoren.

Mit dem Konsultationspapier CP26/35 passt das Vereinigte Königreich seine Regulierung an internationale Liquiditätsstandards für offene Fonds an.

Branchenvertreter können bis zum 11. Dezember 2026 Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Regeln einreichen.

Schluss mit der Li­qui­di­täts­il­lu­si­on

Die Abschaffung des Liquiditätsbluffs bei Immobilienfonds beseitigt ein systemisches Risiko, das seit Jahren den britischen Markt lähmt.

Zwar verlieren Kleinanleger die gewohnte Flexibilität, doch planbare 90 Tage schützen das System vor panikartigen Ausverkäufen.

Für Manager endet damit ein unhaltbares Versprechen.

Quelle: New rules to make long-term investment funds clearer

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