Drei Festnahmen wegen mutmaßlichen Insiderhandels und Geldwäsche
Drei Personen wurden am 13. Oktober 2026 bei einem gemeinsamen Einsatz der britischen Finanzaufsichtsbehörde (FCA) und der Nationalen Kriminalitätsbehörde (NCA) festgenommen. Der Verdacht betrifft organisierten Insiderhandel und Geldwäsche.
Fünf Wohnungen, über 100 Einsatzkräfte
Mehr als 100 Beschäftigte von FCA und NCA durchsuchten fünf Wohnobjekte in London und Manchester.
Ermittler der FCA stellten dabei mehr als 30 Mobiltelefone, Laptops und Tablets sicher.
Alle drei Verdächtigen werden von der FCA auf Polizeiwachen in beiden Städten vernommen.
Der Einsatz richtete sich gegen eine mutmaßliche organisierte kriminelle Gruppe, die Insiderhandel und Geldwäsche betreiben soll.
Steve Smart, Exekutivdirektor für Rechtsdurchsetzung und Marktaufsicht der FCA, bezeichnete Insiderhandel als ernste Bedrohung für die Marktintegrität.
Gemeinsam mit Partnern werde die Behörde weiterhin sämtliche verfügbaren Befugnisse gegen schwere und organisierte Kriminalität im Bereich des Marktmissbrauchs einsetzen.
Vier Verurteilungen im Jahr 2025/26
2025/26 erwirkte die FCA vier Verurteilungen wegen Insiderhandels.
Zwei davon führten zu den bislang höchsten Haftstrafen mit insgesamt elf Jahren.
Zwölf Personen erhielten Geldbußen von zusammen 1,77 Mio. Pfund wegen Insiderhandels, Marktmanipulation und irreführender Aussagen.
Die Bekämpfung von Finanzkriminalität hat in der Fünfjahresstrategie der FCA Priorität.
Hinweise zu Insiderhandel nimmt sie unter 0800 111 6768 oder über ihr Meldeformular entgegen; Informationen können vertraulich übermittelt werden.
Verdacht ist kein Schuldspruch
Die Festnahmen betreffen mutmaßliche Straftaten, nicht festgestellte Schuld.
Die FCA nennt bislang weder die Identität der Verdächtigen noch betroffene Handelsgeschäfte.
Sie äußert sich derzeit nicht weiter und will zusätzliche Angaben zu gegebener Zeit veröffentlichen.