Schwelle für 18-Monate-Prüfzyklus steigt auf 6 Milliarden Dollar
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Schwelle für 18-Monate-Prüfzyklus steigt auf 6 Milliarden Dollar

US-Aufsichtsbehörden verdoppeln die Bilanzsummen-Obergrenze für den verlängerten 18-Monate-Prüfungszyklus gesunder Regionalbanken von drei auf sechs Milliarden Dollar. OCC, Federal Reserve und FDIC setzen damit den überarbeiteten FDI Act mit sofortiger Wirkung um.

Verdoppelte Schwelle für Vor-Ort-Prüfungen

Die US-Bankenaufsichtsbehörden OCC, Federal Reserve und FDIC haben eine gemeinsame Übergangsendregel erlassen, die den Vor-Ort-Prüfungszyklus für qualifizierte Institute von 12 auf 18 Monate streckt.

Grundlage ist Section 903 des „21st Century ROAD to Housing Act“, der Section 10(d) des Federal Deposit Insurance Act ändert.

Die Obergrenze für die Bilanzsumme steigt von 3 auf 6 Milliarden Dollar.

Für die Einstufung müssen Banken gut kapitalisiert sein und bei der letzten Prüfung eine CAMELS-Gesamtbewertung von 1 („outstanding“) oder 2 („good“) sowie ein entsprechendes Management-Rating erhalten haben.

Zudem dürfen weder formelle Durchsetzungsverfahren anhängig sein noch ein Kontrollwechsel im letzten Jahr erfolgt sein.

Die Lockerung gilt analog für US-Zweigstellen ausländischer Banken.

Entlastung für über 4.000 Institute

Durch die Neuregelung qualifizieren sich rund 188 zusätzliche Kreditinstitute für das verlängerte Prüfungsintervall: 95 unter Aufsicht der FDIC, 50 bei der OCC und 43 bei der Federal Reserve.

Hinzu kommen 19 Zweigstellen ausländischer Institute.

Die Gesamtzahl der profitierenden Institute steigt damit auf 4.016. Die Behörden versprechen sich Entlastungen für Institute und Prüfer.

Trotz seltenerer Prüfungen sehen sie keine erhöhte Ausfallgefahr: Laufende Off-Site-Überwachungen auf Basis von Call Reports und das Recht auf anlassbezogene Sonderprüfungen bleiben unberührt.

Pragmatisch mit Ver­zö­ge­rungs­ri­si­ko

Die Anhebung entlastet kleinere Institute spürbar und bündelt knappe Aufsichtsressourcen.

Allerdings vergrößert der gestreckte Turnus das Risiko, dass Bilanzrisiken erst mit sechs Monaten Verzögerung auffliegen.

Der regulatorische Pragmatismus verlagert die Frühwarnfunktion damit fast vollständig auf statische Meldedaten.

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