Zinsprojektion für Ende 2026 steigt auf 4,1 Prozent
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Zinsprojektion für Ende 2026 steigt auf 4,1 Prozent

Die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Federal Reserve haben ihre Zinserwartung für Ende 2026 auf 4,1 Prozent nach oben korrigiert. Laut den am 16. September 2026 veröffentlichten Projektionen rechnen die Notenbanker mit einer PCE-Inflation von 3,7 Prozent im laufenden Jahr.

Höherer Zinspfad bei robusterem Arbeitsmarkt

Die aktualisierten Projektionen der 18 FOMC-Teilnehmer weisen einen spürbar höheren Zinspfad aus als im Juni 2026.

Der Median für den Leitzins zum Jahresende 2026 liegt nun bei 4,1 Prozent gegenüber zuvor 3,8 Prozent.

Auch für 2027 und 2028 stieg der erwartete Zins auf 4,1 beziehungsweise 3,9 Prozent an.

Die Notenbanker hoben ihre Prognose für die PCE-Inflation 2026 von 3,6 auf 3,7 Prozent an, während die Kerninflation bei 3,4 Prozent gesehen wird nach zuvor 3,3 Prozent.

Zugleich fällt der Ausblick für den Arbeitsmarkt stabiler aus: Die projizierte Arbeitslosenquote für 2026 sinkt im Median von 4,3 auf 4,1 Prozent.

Das reale BIP-Wachstum taxieren die Währungshüter für 2026 auf 2,3 Prozent nach 2,2 Prozent im Juni.

Neutraler Zins klettert langfristig

Über das Jahr 2026 hinaus erwarten die Teilnehmer eine schrittweise Annäherung an das Inflationsziel von 2,0 Prozent, die für 2029 prognostiziert wird.

Der längerfristige neutrale Leitzins wurde im Median leicht von 3,1 auf 3,2 Prozent heraufgesetzt, bei einer Spanne zwischen 2,9 und 3,9 Prozent.

Die Spannbreite der Zinserwartungen für Ende 2027 reicht von 3,1 bis 4,4 Prozent.

Die Notenbank betont, dass die Projektionen individuellen Annahmen über angemessene Geldpolitik unterliegen.

Länger oben als gedacht

Die deutliche Aufwärtskorrektur des Zinspfads unterstreicht die anhaltende Zähigkeit der Teuerung.

Zwar bleibt die US-Wirtschaft widerstandsfähig, doch für die Finanzmärkte bedeutet das anhaltend restriktive Finanzierungsbedingungen.

Eine rasche Rückkehr zu historisch niedrigen Zinsen rückt damit in weite Ferne.

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