Coastal Bend wächst durch Bankübernahme auf eine Milliarde Dollar
FED Press

Coastal Bend wächst durch Bankübernahme auf eine Milliarde Dollar

Die Federal Reserve hat die Übernahme der First National Bank in Port Lavaca durch Coastal Bend Bancshares genehmigt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Kreditinstitut im US-Bundesstaat Texas mit einem Konsolidierungsvermögen von rund einer Milliarde US-Dollar.

Expansion im Bundesstaat Texas

Coastal Bend Bancshares mit Sitz in Corpus Christi übernimmt die First National Bank in Port Lavaca (FNB).

Nach der transaktionalen Abwicklung über eine Zwischenbank wird die FNB mittelfristig mit der First Community Bank zusammengeführt.

Das fusionierte Institut kommt auf eine Bilanzsumme von rund 1,0 Milliarde US-Dollar sowie konsolidierte Einlagen von etwa 877,9 Millionen US-Dollar.

Im relevanten Bankenmarkt von Victoria, Texas, erhöht der Zusammenschluss den Herfindahl-Hirschman-Index lediglich um drei Punkte auf eine weiterhin moderate Konzentration.

Die Aufsichtsbehörde sah daher keine Anhaltspunkte für wettbewerbsrechtliche Bedenken oder eine Beeinträchtigung des Marktes.

Alle Ratsmitglieder stimmten einstimmig für die Genehmigung der Transaktion.

Kritik an der Kreditvergabe entkräftet

Im Vorfeld der Entscheidung gingen zwei Beschwerden ein, die FNB Benachteiligungen von Minderheiten bei der Vergabe von Immobilienkrediten in den Jahren 2024 und 2025 vorwarfen.

Die Notenbank wies die Einwände nach Prüfung der Aufsichtsberichte zurück.

Beide Banken wiesen solide Bewertungen unter dem Community Reinvestment Act auf.

Zudem belegten Daten von Coastal Bend, dass 43 Prozent der Anträge und 38 Prozent der Kreditvergaben auf Minderheiten entfielen.

Wegen der geringen Institutsgröße unter zehn Milliarden Dollar bestehen zudem keine Risiken für die Finanzstabilität.

Grünes Licht ohne Überraschung

Die Genehmigung unterstreicht den pragmatischen Kurs der US-Bankenaufsicht bei kleineren Regionalbanken-Fusionen.

Trotz lautstarker öffentlicher Kritik an der Vergabepraxis zählen am Ende belastbare Kennzahlen und behördliche Prüfungsergebnisse.

Für den lokalen Markt bedeutet der Zusammenschluss zwar mehr Konsolidierung, aber keine gefährliche Marktmacht.